„Welcome to Uganda“

Nach vielen langen Abschieden gings am 18. August endlich los, erst mit dem Zug nach Frankfurt und von dort aus nach Doha. Die „Schlaf“Lounge konnte zwar nicht ihren Namen ganz erfüllen, am nächsten Morgen ging es deshalb nicht ganz ausgeschlafen mit dem Flieger weiter nach Entebbe. Im Flugzeug dabei waren die Tansania-Freiwilligen (Timon, Fabi, Phillip, Lisa und Luzie) und die Uganda-Freiwilligen Felix, Nicole und ich. Nicht dabei war Julian, der durch die „Zuverlässigkeit“ der Deutschen-Bahn nochmal eine Nacht in Frankfurt verbringen durfte und nach einer 60-Stunden-Reise erst am Donnerstag zu uns gestoßen ist. Angekommen in „The Pearl of Africa“ (bekanntes Synonym für Uganda) wurden wir von Eva und Jonas begrüßt. Die Beiden haben das Projekt „Ewaka“ gegründet. Eva ist eine ehemalige Freiwillige des ASC Göttingen und Jonas ist ein Ugander, der eine Dance-Academy gegründet hat und damit durch Europa tourt. Dadurch wird auch ein Teil von Ewaka finanziert. Aber dazu später mehr!

Es ist wirklich schwer, das was ich bisher erlebt hab in Worte zu fassen. Ich versuch das einfach mal in Untereinheiten aufzugliedern und jedes Mal ein bisschen mehr dazu zu schreiben. Wenn ihr was nicht versteht oder ich das nochmal genauer erklären soll, dann kommentiert einfach den Beitrag. Übrigens könnt ihr mir auch folgen. Irgendwo ist hier ein Pluszeichen und wenn ihr da drauf geht könnt ihr eure Mail-Adresse angeben und bekommt so immer eine Benachrichtigung, wenns Neuigkeiten gibt!

Kampala, Land und Leute

Wenn man durch die Straßen von Kampala (übrigens Hauptstadt von Uganda) fährt, fällt einem zuerst einmal auf, dass es keine Straßenschilder oder Ampeln gibt. Außerdem gibt es auch keine Regel wie rechts vor links. Die Autos oder Motorräder verständigen sich durch hupen oder den Satz „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“. Als Fortbewegungsmittel benutzen wir Freiwilligen die Boda-Bodas, Motorradtaxis, deren Besitzer an jeder Straßenecke auf Kundschaft warten. Wenn man hinten auf so einem Gefährt sitzt, erlebt man den Verkehr nochmal von einer ganz anderen Seite. Da kann es schonmal sein, dass man denkt: „Huch, das war jetzt aber knapp!“
Von jeder geteerten Straße führt eine rote staubige Straße in die Wohnviertel. Jede Familie bietet dort vor ihrer Hütte Früchte, Obst oder „local food“, wie Chapati (eine Art Fladen), Rolex (Maisbreifladen mit Kraut und Tomaten), Samosa (Teigtaschen mit Fleisch gefüllt) und noch vieles mehr an. Überall laufen Hühner und Ziegen rum. Hier kann man also davon ausgehen, dass alles BIO ist! 😉 Insgesamt sind auf der Straße viel mehr Leute als in Deutschland zu sehen. Das vermittelt den Eindruck von einer sehr lebendigen Stadt. Wenn wir Weißen durch solche Viertel laufen, dann schreien die Kinder erfreut: „Muzunguuuu!“, was „Weißer“ bedeutet. Das ist aber nicht im negativen Sinn gemeint. Sie lachen einfach und winken!

Unsere WG…

…liegt im Stadtteil Kyebando. Wir teilen uns das Haus mit einer afrikanischen Familie, die sehr nett ist. Außerdem haben wir zwei Hunde. Nici und ich teilen uns ein sehr großes Zimmer und ein Bad. Ich war ehrlich positiv überrascht in was für einer guten Verfassung dort alles ist. Am ersten Abend haben wir schon eine Maus, eine Kakerlake und zwei Geckos in unserem Zimmer gehabt. Da meinte Nici nur: „Wir haben hier ja einen richtigen Zoo!“ Die Jungs wohnen gegenüber von uns, wo auch unsere Küche mit Gasherd liegt. Ich bin schon gespannt, wie es wird in einer WG zu leben! Ich freu mich auf jeden Fall drauf.

Meine Arbeit

Geplant ist, dass Julian und ich vormittags in 2 Schulen Sportunterricht und „life skills“ unterrichten und nachmittags in die Ewaka-Foundation gehen. Dort haben wir auch schon die Kinder besucht, die uns freudig mit einem Klatschlied begrüßt haben. Sie nennen mich jetzt auch schon „Auntie Veronika“. Sie hatten so Spaß mit uns „Faules Ei“ oder viele andere kleine Spiele zu spielen. Wenn sie herumspringen oder deine Hand halten, da geht einem richtig das Herz auf. Die Ewaka Foundation stell ich aber nochmal in einem anderen Eintrag näher vor!
Da gerade noch Ferien sind, waren wir nur einmal in einer Schule, um uns vorzustellen und uns alles anzuschauen. Hier kann ich gleich mal hinzufügen, dass wir Deutschen uns ersteinmal an die „African Time“ gewöhnen müssen. Hier geht alles langsamer, aber trotzdem funktionierts.

So jetzt hab ich mal alles grob zusammengefasst. Ich hoffe, ich komm bald wieder dazu euch ein bisschen mehr zu berichten und auch zu fotografieren. Bisher hab ich da leider noch nicht so viele machen können. Insgesamt kann ich aber sagen, dass es mir hier sehr gefällt und ich mich auf nächste Woche freue, wenn meine Arbeit richtig anfängt.

Viele liebe Grüße,

eure Veronika

P.S. Schaut doch mal auf den Blogs von meinen Mitfreiwilligen vorbei!

bluethunderinuganda.tumblr.com (Felix Grohmann)

niciinuganda.wordpress.com (Nicole Zweigler)

Julian schreibt leider keinen blog!

Faules Ei spielen mit den Kindern in Ewaka

Faules Ei spielen mit den Kindern in Ewaka

Esther - die Mama der Ewaka foundation beim Zubereiten des Abendessens

Esther – die Mama der Ewaka foundation beim Zubereiten des Abendessens

Der Ausblick vom Slum auf Hochhäuser (im Virdergrund ein Boda Boda Fahrer) Das ist auf dem Weg von unserem Haus zur Ewaka Foundation

Der Ausblick vom Slum auf Hochhäuser (im Virdergrund ein Boda Boda Fahrer)
Das ist auf dem Weg von unserem Haus zur Ewaka Foundation

Nici und Felix auf einem Boda Boda

Nici und Felix auf einem Boda Boda

Die kleinen Läden an einer ausnahmsweise geteerten Straße

Die kleinen Läden an einer ausnahmsweise geteerten Straße

Unser Haus

Unser Haus

Mein Zimmer

Mein Zimmer

Bei der Einreise

Bei der Einreise

Übernachtung auf dem Flughafen

Übernachtung auf dem Flughafen

Die Kinder rechts von mir waren richtig fasziniert von meiner weißen Haut und den blonden Haaren. Sie haben sogar die winzigen Leberflecke auf meinem Arm gezählt.

Die Kinder rechts von mir waren richtig fasziniert von meiner weißen Haut und den blonden Haaren. Sie haben sogar die winzigen Leberflecke auf meinem Arm gezählt.

Advertisements