Arbeit, Events & Co

Also erstmal herzlichen Dank an alle, die mich bei der Spendenaktion „Bälle für Uganda“ unterstützt haben. Es sind sehr viele Bälle und Spiele zusammengekommen. Das Paket ist jetzt auf dem Weg und kommt hoffentlich rechtzeitig an, so, dass es eine schöne Bescherung gibt.

Mir ist aufgefallen, dass ich schon lange nicht mehr von meiner Arbeit berichtet habe. Deshalb bring ich euch mal wieder auf den neuesten Stand:

In der Bypass Schule bin ich dazu übergegangen nur noch life skills zu geben. Das macht sehr viel Spaß, da man frei ist, in dem was man unterrichten kann. Julian und mein Motto ist zu erreichen, dass die Kinder frei vor anderen Leuten sprechen und ihre eigene Meinung vertreten können. Die Schulstunden waren von Gruppendiskussionen, die manchmal auch sehr ausgeartet sind, Geschichten schreiben und vor der Klasse vortragen oder Witze erzählen ausgefüllt. Man hat mit jeder Stunde gemerkt, wie die meisten der Kinder weniger Angst hatten vor die Klasse zu treten. Leider haben die Ferien jetzt angefangen. Also kann ich erst Anfang Februar wieder den Kleinen zuhören, wie sie ihre Meinung über den Vorteil in einer Village zu leben oder den Nachteil von einer Schuluniform kund tun.

P1020604

Bypass Standard Academy. Jede Schule ist hier mit den verschiedensten Motiven bemalt. Hier sind die Organe des Menschen dargestellt und sogar auf Englisch beschriftet.

 

P1020605

Die Schule

P1020608

Die P5. Leider bisschen verwackelt weil alle so rumgesprungen sind.

Die Ferien haben zwei Wochen früher angefangen, da der Papst dieses Wochenende zu Besuch kommt und da müssen sich ja auch die kleinsten Schulkids vorbereiten können. Ich weiß noch nicht genau, ob und wo ich dem Papst begegnen werde, da über 1 Millionen Pilger aus ganz Ostafrika erwartet werden. Da bin ich ja echt gespannt, wie das hier so abläuft…

Das nächste Großereignis lässt aber danach auch nicht mehr so lange auf sich warten. Am 18. Februar sind Präsidentschaftswahlen in Uganda. Museveni, der hier schon 30 Jahre das Land regiert, will seine Stellung gegen zwei andere Kandidaten verteidigen. Wegen den Wahlkampagnen sieht und hört man immer öfter Blaskapellen und hupende Autos, die Menschen mit Trillerpfeiffen transportieren. Wenn ich dann aber meine ugandischen Freunde frage, ob sie wählen gehen ist die Antwort meistens „ Man weiß doch eh schon wie es ausgeht!“ oder „Die verändern doch das Wahlergebnis.“. Manche haben auch Angst vor einer Veränderung. Sie sagen, dass Museveni nach Idi Amin Frieden gebracht hat und so solls auch bleiben. Ich selber konnte mir noch nicht so ein gutes Bild von all dem machen. Aber mal sehen, wie sich die Situation hier so entwickelt…

 

Übrigens ist gerade Regensaison. Das Gute daran ist, dass es jetzt ganz viele große leckere saftige Früchte gibt. Der Nachteil: das Leben stoppt. Wenn man in einem sicheren Platz ist, macht das nichts. Die Zeit kann man sich immer gut vertreiben. Es kann aber auch passieren, dass der Regen in unpassenden Momenten kommt. So saß ich einmal im Matatu in Richtung Downtown und dabei ist dieser Film entstanden:

Die Leute in den Slums leiden aber noch mehr darunter. Wie schon beschrieben sind sie meist im Tal gelegen, wo sich das ganze Wasser staut. Die Wohnungen überfluten und manchmal steht das Wasser dort mehrere Tage lang, wodurch sich Krankheiten schneller verbreiten können. Die Menschen müssen dann erstmal das Wasser mit Schwämmen wieder rausschaufeln.

P1020642

So siehts aus.

In EWAKA stand das Wasser jetzt auch schon öfter bis zur Türschwelle. Der Hof ist danach auch meist so matschig, dass man beim Fußball spielen nur herumrutscht.

Übrigens haben Julian und ich ein neues Projekt angefangen. Wir nehmen jetzt die EWAKA Kinder jeden Dienstag und Donnerstagmorgen mit zu einem Basketballfeld im Slum. Dort stoßen dann die Kinder der Umgebung dazu und wir machen eine schöne Trainingseinheit Basketball. Es ist schon toll zu beobachten, wie die Jungs, die sich beim ersten Mal sofort in die Haare gekommen sind und es fast soweit getrieben haben, nicht mehr mitspielen zu dürfen, jetzt im Team agieren können. (Ok manchmal gibt’s schon noch Ausnahmen!) Bis es soweit kam, war es aber ein langer Weg. Eigentlich war die Idee, Kindern die nicht in die Schule gehen eine Freizeitbeschäftigung anzubieten. Deshalb sind Julian und ich zum Chairman des Slums gegangen, der uns an eine Frau übermittelt hat, die uns an solche Kinder vermitteln sollten. Nach African Time hatten wir dann auch einmal 17 Kinder im EWAKA Hof fürs erste Treffen sitzen. Beim nächsten Mal waren dann zur ausgemachten Zeit 2 Kinder da. Nach eineinhalb Stunden waren es dann 6. Aber für so etwas braucht man hier eben Geduld. Da jetzt Ferien sind, kommen eh genug Kinder zu dem Platz, wobei wir bemerkt haben, dass es einige wirklch ernst nehmen und auch jedes Mal anwesend sind.

P1020644

Unser Basketballkorb.

20151124_115623

Julian mit den Kids beim Passtraining.

Apropos Ferien. Die EWAKA Kids haben jetzt ihre Exams hinter sich und warten auf ihre Reports. Das heißt wir müssen ein Ferienprogramm organisieren.

Der erste Ausflug ging zum Break Fast Jam. Das Event wurde vom BPU organisiert. Nici und ich haben auch als Volunteers mitgeholfen.. Wie das hier eben so ist, hat es am Samstag erstmal mit Regen begonnen, wodurch sich das ganze Programm verzögert hat. Die crew battles waren aber sehr unterhaltsam! Fahad, Moze und Felix haben als „Hit the Beat Crew“ den Titel geholt. Am Sonntag, als dann auch die EWAKA Kids und die Kids von unserer Familie dabei waren, gings dann weiter mit dem Bgirl und dem Kids Battle. Die Kleinen haben es echt auch schon richtig drauf. Deshalb hab ich Sharon, ein ca 12 jähriges Mädchen vom BPU gefragt, ob sie meinen Kids ein paar moves beibringen kann und ich war echt überrascht, wie gut die sich angestellt haben. Wir müssen da nur noch eine Lösung finden, wie wir sie mal mit ins BPU nehmen können. Auf jeden Fall hat mir Daniel heute schon seine „baby freeze“ präsentiert. Es ging dann weiter mit 1 gg 1 und popping battle. Dazwischen gab es Rapeinlagen von Abramz, Sylvester und Nelly, zwei Beatboxingshows von Moze und Eric, Tänze von Gruppen aus Kenya oder ein Solo von Faizal. So schon war das Ganze richtig cool zum Anschauen. Das Sahnehäubchen war aber, dass das die Leute waren, mit denen wir die ganze Zeit was unternehmen. Der Höhepunkt war dann das „7 to Smoke Battle“. Das ist ein 20 Minütiges Battle in dem 7 Bboys/girls gegeneinander antreten. Sah auf jeden Fall ziemlich anstrengend aus. Zum Abschluss gabs dann noch ein Kenya vs Uganda Battle. Wer gewonnen hat, war leider nicht ganz klar. Die Special Guests waren Loca aus der Schweiz, DJ Snuff aus England (er hat mit DJ Issa vom BPU für sehr gute Beats gesorgt) und die Hip Hop Legende Crazy Legs. Dieser war in den Anfängen vom Hip Hop in den 70 igern in der Bronx in New York dabei. Wer etwas mit Hip Hop am Hut hat, der kennt ihn. Ich hab mich auch länger mit ihm unterhalten. Was ich davon mitgenommen hab ist dieser Rapsong aus den 80 igern. (Ist jetzt mein Klingelton haha.)

P1020784

Sharon, die selbst beim Kids Battle mitgemacht hat, hat den EWAKA Kids die Foundations beigebracht.

P1020773

Dabei waren Ronald, Daniel, Margaret, Tracy, Anne, Emma, Eugenia, Genevive, Hope, Julian und ich.

IMG_5288

Von links nach rechts: Eric, Abramz und Marc beim judgen. Unten links ist Oscar, der Fotograf.

IMG_5358

DJ Issa hat für gute beats gesorgt.

IMG_5685

Ein riesen Cypher.

IMG_5364

Unser selfie mit Crazy Legs. Obere Reihe: Abramz, Crazy Legs, Veronika Untere Reihe: Scooter und Nicole

Screenshot_2015-11-22-16-03-32

Crazy Legs Post in Facebook zu unseren Kids.

Einige Leute haben mich nach Bildern von der Umgebung gefragt. Hier ein paar Eindrücke. Das fängt das ganze Bild aber noch lange nicht ein.. Ich bin aber dran noch mehr gute Fotos zu machen! Versprochen. 😉

 

P1020655

Panoramabild von einem Teil Kampalas.

P1020657

Ein typisches Matatu (Taxi).

P1020656

Der Bahai Tempel mit Slum im Vordergrund.

P1020645

Ein typischer ChapatiStand.

P1020649

Bei diesem Stand bin ich Stammkundin!

Ich lass dann bald mal wieder von mir hören…

Eure Veronika

 

Advertisements

Bälle für Uganda

Jetzt gehts langsam auf die Weihnachtszeit zu. Die Kinder hier in EWAKA sprechen schon davon, dass es dann wieder Chicken und Soda gibt. Ich hab mir gedacht, dass sie sich bestimmt auch über ein paar neue Bälle freuen würden. Die gehen hier durch den Teerboden und die vielen Spiele so schnell kaputt. Wie ich ja schon in meinem letzten Eintrag beschrieben hab, kann so ein Spielzeug ganz schnell die Stimmung ändern und viel Freude bereiten. Außerdem würde ich auch gerne den Kindern mal richtig zeigen, wie man Handball spielt und da sind so große Fußbälle leider nicht für kleine Kinderhände geeignet.
Daher gibts die Möglichkeit nächstes Wochenende in der Großsporthalle in Weingarten eure alten Handbälle (oder auch Fußbälle), sowie Karten-/Brettspiele oder englische Kinderbücher abzugeben. Dafür wär ich euch super Dankbar!
Hier ist der Aufruf auf der TVW Homepage zu sehen.    
http://www.handball-weingarten.de/news/newssingle/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=727&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0a8cfeda161c86c410cc07c5c8dd4f99

Vielen Dank für eure Unterstützung!
Eure Veronika

image

Die EWAKA Kids

image

Ja so sieht dann mal ein Ball aus.

Pures Afrika

Esther, die Mama der EWAKA Foundation wollte mich und Julian unbedingt ihrer Familie auf dem Dorf vorstellen. Für die Menschen dort ist es etwas sehr Seltenes, wenn man einen Muzungu als Freund hat. Am Sonntagmorgen sollten wir um 7 Uhr startklar sein. Wie gewohnt sind wir nach African Time erst um 10 Uhr mit dem Matatu aus Kampala rausgefahren, um vier Stunden gen Osten nach Pallisa zu fahren. Esthers Halbbruder Steven hat uns begleitet. So eine Matatufahrt ist schon etwas Besonderes. Vor allem, wenn man neben zwei beleibteren ugandischen Mamas eingequetscht sitzt und ihren Gesprächen, die den ganzen Bus unterhalten, zuhören muss und doch nichts versteht. Auf dem Hauptplatz der Stadt angekommen gings mit dem Boda weiter Richtung Dorf. Wir sind eine kerzengerade, mit dem typischen roten Sand belegte Straße entlang gefahren, vorbei an Feldern und wunderschönen großen Steinen, die einfach mitten in der Landschaft stehen. Das war der Zeitpunkt als man das erste Mal die Weite der Ebene gesehen hat. Begrüßt wurden wir sehr herzlich von der Familie von Esthers ältestem Bruder und ihrem Vater. Hier ist es üblich, dass die Gäste sofort einen Stuhl hingestellt bekommen und man sich setzten muss. Leider konnte ich meine stolz erworbenen Luganda Kenntnisse hier nicht einsetzen, da die Stammessprache Atesso ist. Außerdem lernen die Kinder erst in der Secondary School Englisch. Das hat die Kommunikation ein wenig erschwert. So standen dann ungefähr 20 Kinder schweigend um uns herum und haben uns angestarrt. Ich glaube viele von ihnen haben das erste Mal in ihrem Leben einen Weißen gesehen. Esther ist dann von Hütte zu Hütte mit uns gelaufen. Irgendwie war sie mit allen verwandt. Entweder war es der Bruder ihres Cousins oder die Mutter ihrer Tante. Irgendwann hab ich da den Überblick verloren. Alle haben uns aber herzlich begrüßt und sich richtig gefreut, dass wir sie besuchen. Üblich ist zur Begrüßung eine Art Ping-Pong-Spiel. Man sagt Hallo und fragt danach wie es den Kindern geht und so weiter. Auf unserem Weg sind uns immer mehr Kinder gefolgt. Bis wir an der Schule angekommen sind, waren es bestimmt über 50! Ich habe einen Jungen mit Ball gesehen und ihm per Handzeichen zu verstehen gegeben, dass er ihn mir zuwerfen soll. Dann ging der Spaß erst richtig los. Die zuvor etwas schüchternen Kinder haben gekreischt und gelacht, wenn Julian und ich den Ball geworfen haben. Wie so ein Spielzeug doch alles verändern kann…

Apropos Spielzeuge: Ich habe hier noch mehr selbstgebastelte gesehen. Darunter waren eine Steinschleuder und eine Art Gitarre, die aus einem Stock, einer leeren Plastikflasche als Klangkörper und mit an Nägeln befestigten Schnüren bestand. Die Töne, die sie von sich gegeben hat, haben sich echt schön angehört.

Als Esther mir ein Wort: „Kato!“ (Los geht’s!) beigebracht hat, bin ich mit einer Horde lachender Kinder den Trampelpfad entlang losgerannt. Man war das ein Glücksgefühl!
Als wir wieder bei dem Haus von Esthers Vater angekommen sind, haben die Kinder mir irgendwie alles nachgemacht. Also hab ich angefangen einen Rhythmus auf meinen Schenkeln zu klopfen und unser gutes altes Zeltlagerlied „Fli/Fly“ zu singen. Die Reaktion darauf war: „Again!!!“. Also haben wir es noch ein paar Mal gesungen. Das hat soo Spaß gemacht.

Esther hat uns später ein Gespräch zweier Jungs übersetzt. Der eine hat gefragt: „Woher kommen die denn?“. Darauf hat der andere mit vollem Ernst geantwortet: „Vom Himmel!“.

Die Hütten sehen hier auf dem Dorf so aus, wie das typische Bild, das man von Afrika hat. Eine Familie stellt ihre runden Hütten mit Strohdächern meist in einem Kreis um das Haupthaus auf. Drumherum sind die Felder, auf denen sie Casawa, Kartoffeln, Reis und noch paar andere Nahrungsmittel anbauen. Ich bin gleich eingeladen worden, das nächste Mal, wenn ich komme, bei der Feldarbeit mitzuhelfen und danach ein leckeres Abendessen aufgetischt zu bekommen. Das hört sich seeehr verlockend an.

Abends hat es dann leider gewittert, sonst hätte man bestimmt den Sternenhimmel gesehen, da es hier noch keinen Strom gibt und alles ganz dunkel ist. Dafür gab es aber frisch gekochtes Hühnchen mit Millet. Sehr lecker!

Am nächsten Morgen gings wieder auf Besuchstour. Dieses Mal zu Esthers Schwester. Als wir auf dem Weg zu ihr am Dorfplatz und der Schule vorbeigefahren sind, standen alle Schulkinder da und haben gewunken. Da wir in der Nähe eines Sees waren, haben uns die Männer auf etwas undichten Holzbooten mit hinaus aufs Wasser genommen, wo wir Kinder beim Angeln getroffen haben. Die Hauptfischzeit ist aber morgens und abends around 7. Zum Abschied haben wir einen Hahn und eine Henne geschenkt bekommen, die wir am Sonntag schlachten wollen. Den Transport von den beiden fand ich ganz amüsant. Man hat sie in eine Plastiktüte gesetzt und ein Loch für die Köpfe gemacht. So durften sie uns auf unserer Reise auf dem Boda und dann im Matatu begleiten. Insgesamt war das für mich hier, obwohl ich schon wirklich tolle Dinge erlebt habe, ein richtiges Highlight. Die Natur ist unbeschreiblich schön und die Menschen waren so offen und freundlich. Deshalb ist dieser Eintrag glaub ich auch ein bisschen unzusammenhängend geschrieben, da die zwei Tage einfach überwältigend waren. Tschuldigung!

Ein Teil von Esthers Großfamilie.

Ein Teil von Esthers Großfamilie.

Das war noch nichtmal die Hälfte aller Kinder die uns gefolgt sind.

Das war noch nichtmal die Hälfte aller Kinder die uns gefolgt sind.

Jaa die Kinder sind immer sehr aufgeregt, wenn eine Kamera vor ihrem Gesicht auftaucht.

Jaa die Kinder sind immer sehr aufgeregt, wenn eine Kamera vor ihrem Gesicht auftaucht.

Hühner, Ziegen, Fahrrad. Das ist der typische Besitz der Menschen hier.

Hühner, Ziegen, Fahrrad. Das ist der typische Besitz der Menschen hier.

von links nach rechts: Veronika, Esthers Tante, Esthers Papa, Esther

von links nach rechts: Veronika, Esthers Tante, Esthers Papa, Esther

Ich würde sagen, dass das ein typisches afrikanisches Bild ist.

Ich würde sagen, dass das ein typisches afrikanisches Bild ist.

So ein schönes Panorama!

So ein schönes Panorama!

Mit einem dieser zwei Boote sind wir auf den See hinausgefahren.

Mit einem dieser zwei Boote sind wir auf den See hinausgefahren.

Die Kinder haben schon zwei kleine Fische gefangen.

Die Kinder haben schon zwei kleine Fische gefangen.

Hahn und Henne in der Tüte.

Hahn und Henne in der Tüte.

Aber ein kleines Problem hab ich damit, wie wir so verehrt wurden. Ich mein ich bin schon oft auf der Straße angesprochen worden, ob ich nicht Geld geben kann. Aber hier im Dorf hat man noch mehr gespürt, was für eine Ehrfurcht die Leute vor uns haben, obwohl wir doch nur eine andere Hautfarbe haben. Dieses Bild würde ich gerne ändern. Mich macht es echt traurig, dass das nicht so einfach geht, da das in der Kolonialzeit den Menschen so arg eingetrichtert wurde.

Naja man kann ja im Kleinen anfangen. Dazu eine kleine Begebenheit: Als wir Esthers blinden Opa besucht haben, hat Julian ihm die Hand geschüttelt und gefragt, ob er jetzt irgendeinen Unterschied merkt. Er hat verneint…

Bis zum nächsten Mal,

eure Veronika