Arbeit, Events & Co

Also erstmal herzlichen Dank an alle, die mich bei der Spendenaktion „Bälle für Uganda“ unterstützt haben. Es sind sehr viele Bälle und Spiele zusammengekommen. Das Paket ist jetzt auf dem Weg und kommt hoffentlich rechtzeitig an, so, dass es eine schöne Bescherung gibt.

Mir ist aufgefallen, dass ich schon lange nicht mehr von meiner Arbeit berichtet habe. Deshalb bring ich euch mal wieder auf den neuesten Stand:

In der Bypass Schule bin ich dazu übergegangen nur noch life skills zu geben. Das macht sehr viel Spaß, da man frei ist, in dem was man unterrichten kann. Julian und mein Motto ist zu erreichen, dass die Kinder frei vor anderen Leuten sprechen und ihre eigene Meinung vertreten können. Die Schulstunden waren von Gruppendiskussionen, die manchmal auch sehr ausgeartet sind, Geschichten schreiben und vor der Klasse vortragen oder Witze erzählen ausgefüllt. Man hat mit jeder Stunde gemerkt, wie die meisten der Kinder weniger Angst hatten vor die Klasse zu treten. Leider haben die Ferien jetzt angefangen. Also kann ich erst Anfang Februar wieder den Kleinen zuhören, wie sie ihre Meinung über den Vorteil in einer Village zu leben oder den Nachteil von einer Schuluniform kund tun.

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Bypass Standard Academy. Jede Schule ist hier mit den verschiedensten Motiven bemalt. Hier sind die Organe des Menschen dargestellt und sogar auf Englisch beschriftet.

 

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Die Schule

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Die P5. Leider bisschen verwackelt weil alle so rumgesprungen sind.

Die Ferien haben zwei Wochen früher angefangen, da der Papst dieses Wochenende zu Besuch kommt und da müssen sich ja auch die kleinsten Schulkids vorbereiten können. Ich weiß noch nicht genau, ob und wo ich dem Papst begegnen werde, da über 1 Millionen Pilger aus ganz Ostafrika erwartet werden. Da bin ich ja echt gespannt, wie das hier so abläuft…

Das nächste Großereignis lässt aber danach auch nicht mehr so lange auf sich warten. Am 18. Februar sind Präsidentschaftswahlen in Uganda. Museveni, der hier schon 30 Jahre das Land regiert, will seine Stellung gegen zwei andere Kandidaten verteidigen. Wegen den Wahlkampagnen sieht und hört man immer öfter Blaskapellen und hupende Autos, die Menschen mit Trillerpfeiffen transportieren. Wenn ich dann aber meine ugandischen Freunde frage, ob sie wählen gehen ist die Antwort meistens „ Man weiß doch eh schon wie es ausgeht!“ oder „Die verändern doch das Wahlergebnis.“. Manche haben auch Angst vor einer Veränderung. Sie sagen, dass Museveni nach Idi Amin Frieden gebracht hat und so solls auch bleiben. Ich selber konnte mir noch nicht so ein gutes Bild von all dem machen. Aber mal sehen, wie sich die Situation hier so entwickelt…

 

Übrigens ist gerade Regensaison. Das Gute daran ist, dass es jetzt ganz viele große leckere saftige Früchte gibt. Der Nachteil: das Leben stoppt. Wenn man in einem sicheren Platz ist, macht das nichts. Die Zeit kann man sich immer gut vertreiben. Es kann aber auch passieren, dass der Regen in unpassenden Momenten kommt. So saß ich einmal im Matatu in Richtung Downtown und dabei ist dieser Film entstanden:

Die Leute in den Slums leiden aber noch mehr darunter. Wie schon beschrieben sind sie meist im Tal gelegen, wo sich das ganze Wasser staut. Die Wohnungen überfluten und manchmal steht das Wasser dort mehrere Tage lang, wodurch sich Krankheiten schneller verbreiten können. Die Menschen müssen dann erstmal das Wasser mit Schwämmen wieder rausschaufeln.

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So siehts aus.

In EWAKA stand das Wasser jetzt auch schon öfter bis zur Türschwelle. Der Hof ist danach auch meist so matschig, dass man beim Fußball spielen nur herumrutscht.

Übrigens haben Julian und ich ein neues Projekt angefangen. Wir nehmen jetzt die EWAKA Kinder jeden Dienstag und Donnerstagmorgen mit zu einem Basketballfeld im Slum. Dort stoßen dann die Kinder der Umgebung dazu und wir machen eine schöne Trainingseinheit Basketball. Es ist schon toll zu beobachten, wie die Jungs, die sich beim ersten Mal sofort in die Haare gekommen sind und es fast soweit getrieben haben, nicht mehr mitspielen zu dürfen, jetzt im Team agieren können. (Ok manchmal gibt’s schon noch Ausnahmen!) Bis es soweit kam, war es aber ein langer Weg. Eigentlich war die Idee, Kindern die nicht in die Schule gehen eine Freizeitbeschäftigung anzubieten. Deshalb sind Julian und ich zum Chairman des Slums gegangen, der uns an eine Frau übermittelt hat, die uns an solche Kinder vermitteln sollten. Nach African Time hatten wir dann auch einmal 17 Kinder im EWAKA Hof fürs erste Treffen sitzen. Beim nächsten Mal waren dann zur ausgemachten Zeit 2 Kinder da. Nach eineinhalb Stunden waren es dann 6. Aber für so etwas braucht man hier eben Geduld. Da jetzt Ferien sind, kommen eh genug Kinder zu dem Platz, wobei wir bemerkt haben, dass es einige wirklch ernst nehmen und auch jedes Mal anwesend sind.

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Unser Basketballkorb.

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Julian mit den Kids beim Passtraining.

Apropos Ferien. Die EWAKA Kids haben jetzt ihre Exams hinter sich und warten auf ihre Reports. Das heißt wir müssen ein Ferienprogramm organisieren.

Der erste Ausflug ging zum Break Fast Jam. Das Event wurde vom BPU organisiert. Nici und ich haben auch als Volunteers mitgeholfen.. Wie das hier eben so ist, hat es am Samstag erstmal mit Regen begonnen, wodurch sich das ganze Programm verzögert hat. Die crew battles waren aber sehr unterhaltsam! Fahad, Moze und Felix haben als „Hit the Beat Crew“ den Titel geholt. Am Sonntag, als dann auch die EWAKA Kids und die Kids von unserer Familie dabei waren, gings dann weiter mit dem Bgirl und dem Kids Battle. Die Kleinen haben es echt auch schon richtig drauf. Deshalb hab ich Sharon, ein ca 12 jähriges Mädchen vom BPU gefragt, ob sie meinen Kids ein paar moves beibringen kann und ich war echt überrascht, wie gut die sich angestellt haben. Wir müssen da nur noch eine Lösung finden, wie wir sie mal mit ins BPU nehmen können. Auf jeden Fall hat mir Daniel heute schon seine „baby freeze“ präsentiert. Es ging dann weiter mit 1 gg 1 und popping battle. Dazwischen gab es Rapeinlagen von Abramz, Sylvester und Nelly, zwei Beatboxingshows von Moze und Eric, Tänze von Gruppen aus Kenya oder ein Solo von Faizal. So schon war das Ganze richtig cool zum Anschauen. Das Sahnehäubchen war aber, dass das die Leute waren, mit denen wir die ganze Zeit was unternehmen. Der Höhepunkt war dann das „7 to Smoke Battle“. Das ist ein 20 Minütiges Battle in dem 7 Bboys/girls gegeneinander antreten. Sah auf jeden Fall ziemlich anstrengend aus. Zum Abschluss gabs dann noch ein Kenya vs Uganda Battle. Wer gewonnen hat, war leider nicht ganz klar. Die Special Guests waren Loca aus der Schweiz, DJ Snuff aus England (er hat mit DJ Issa vom BPU für sehr gute Beats gesorgt) und die Hip Hop Legende Crazy Legs. Dieser war in den Anfängen vom Hip Hop in den 70 igern in der Bronx in New York dabei. Wer etwas mit Hip Hop am Hut hat, der kennt ihn. Ich hab mich auch länger mit ihm unterhalten. Was ich davon mitgenommen hab ist dieser Rapsong aus den 80 igern. (Ist jetzt mein Klingelton haha.)

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Sharon, die selbst beim Kids Battle mitgemacht hat, hat den EWAKA Kids die Foundations beigebracht.

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Dabei waren Ronald, Daniel, Margaret, Tracy, Anne, Emma, Eugenia, Genevive, Hope, Julian und ich.

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Von links nach rechts: Eric, Abramz und Marc beim judgen. Unten links ist Oscar, der Fotograf.

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DJ Issa hat für gute beats gesorgt.

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Ein riesen Cypher.

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Unser selfie mit Crazy Legs. Obere Reihe: Abramz, Crazy Legs, Veronika Untere Reihe: Scooter und Nicole

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Crazy Legs Post in Facebook zu unseren Kids.

Einige Leute haben mich nach Bildern von der Umgebung gefragt. Hier ein paar Eindrücke. Das fängt das ganze Bild aber noch lange nicht ein.. Ich bin aber dran noch mehr gute Fotos zu machen! Versprochen. 😉

 

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Panoramabild von einem Teil Kampalas.

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Ein typisches Matatu (Taxi).

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Der Bahai Tempel mit Slum im Vordergrund.

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Ein typischer ChapatiStand.

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Bei diesem Stand bin ich Stammkundin!

Ich lass dann bald mal wieder von mir hören…

Eure Veronika

 

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3 Gedanken zu “Arbeit, Events & Co

  1. Liebe Veronika, du bist ja echt fleißig. Sowohl in deinem Projekt, als auch beim bloggen. Da hast dann auch Ferien verdient. Bin gespannt wie ihr Weihnachten feiert. Bis dahin carpe diem.

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  2. Liebe Veronika, toll, dass Du wieder so viele Fotos geschickt hast… da kann man sich richtig gut vorstellen, wie Du zur Zeit lebst! Ich freue mich, wieder von Dir zu lesen, herzliche Grüße und alles Liebe!!!

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  3. Hallo liebe Veronika,
    schön dass wir Gelegenheit haben uns mit Dir in Verbindung zu setzen. Wir sind überrascht von der Vielfalt Deiner Abenteuer.
    Frohe und gesegnete Weihnachten nach Uganda wünschen Dir Angelika + Wolfgang aus Weingarten.

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