++ Update EWAKA++

Ganz am Anfang habe ich euch ja die EWAKA Foundation vorgestellt. Jonas und Eva haben sich zusammengeschlossen, um Esthers Familie ein Zuhause zu geben. Später konnten dann Ronald, Tracy und Ashirafu aufgenommen werden. Hier seht ihr nochmal Steckbriefe der Kinder:

Auch habe ich euch berichtet, dass EWAKA der Spiel-und Lernplatz für die Kinder der Umgebung ist. Dadurch hab ich in den vergangenen Monaten noch mehr über das Leben der Menschen im Slum mitbekommen. Die meisten Familien können sich nur eine Mahlzeit pro Tag leisten und teilen sich zu 8 eine 5 qm Wohnung. Die Eltern haben Minijobs, wie zum Beispiel security guard in einem öffentlichen Gebäude oder sie haben einen kleinen Gemüsestand. Viel verdienen tun sie damit nicht. Das Familienleben kann man auch kaum mit dem in Deutschland vergleichen. Viele Mütter müssen sich um die Kinder ihrer verstorbenen Geschwister kümmern oder um die Kinder der Exehefrau ihres Mannes. Ich habe schon oft mitbekommen, dass Kinder dann nicht mehr zur Schule gehen durften, weil ihre Stiefmütter gesagt haben, dass das Geld lieber in ihre eigenen Kinder investiert werden soll. Durch solche Familiekonstellationen fehlt es manchen Kindern an Zuneigung. Mir ist schon öfter aufgefallen, dass einige der Kids von außerhalb unbedingt meine Hand halten wollen und es lieben auf meinem Schoß zu sitzen und umarmt zu werden. Es kamen auch schon zwei,dreimal Mütter mit ihren Kindern in den EWAKA Hof und haben gefragt, ob wir noch Platz für ihre Kinder haben…
Dann gab es da ja noch ein anderes Problem. Unser Haus sollte ja zerstört werden, weil die Regierung die Hauptstraße vergrößern will. Das Ziel unserer Organisation war ja schon davor klar: ein großes Haus in Jinja mit Sportplatz, einer kleinen Farm und vielem mehr. Deshalb haben wir auch das Land gekauft und jetzt wird mit Architekten geplant, sodass das Haus hoffentlich bald gebaut werden kann. Bis man da aber einzieht wird noch viel Zeit vergehen (ich sag nur African Time), weshalb eine Zwischenlösung gefunden werden musste. Diese sieht jetzt so aus: Wir haben ein größeres Haus in Kyebando (in Kampala, 10 Minuten von meinem Zuhause entfernt) gemietet. Dort sind wir am Montag umgezogen. Am Dienstag wurde angefangen mit Hämmern auf unser altes Haus einzuschlagen. Die Kinder von außerhalb waren wirklich traurig, genauso wie ich. Manche haben geweint, oder wollten nicht mehr essen. Zum Glück ist das andere Haus nicht so weit entfernt, sodass wir diesen Kids immer wieder einen Besuch abstatten können. Ich hab sie nämlich sehr ins Herz geschlossen.

Alles wird ausgeräumt:

Das neue Haus sieht so aus:

Wir konnten die kleine Mystica mitnehmen und bald schon kann auch Procy Platz bei uns finden. Darüber bin ich sehr glücklich, denn Procy wurde immer wenn sie mit uns zum Basketball gegangen ist geschlagen. Einmal hatte sie eine Kopfverletzung und ihre Tante hat sie gezwungen Wasser zu holen, dass sie ja auf dem Kopf tragen muss. Als ich das erfahren habe, war ich sehr bedrückt und hab es Jonas erzählt, der schon mit Procys Tante geredet hat.

Am Mittwoch kommen auch noch 5 andere Kinder aus einem überfüllten Kinderheim vom Dorf und noch weitere 5 von einem Slum, wo die Flüchtlinge leben aus dem Krieg Anfang dieses Jahrhunderts im Norden von Uganda. Diese können kein Englisch. Da bin ich mal gespannt, wie sich das weiterentwickelt. Es gibt auf jeden Fall mal wieder viel Veränderung und spannende neue Erfahrungen.

In solchen Verhältnissen leben die Zwillinge im Flüchtlingslager. Wenn es regnet müssen sie draußen schlafen, weil das Haus zusammenfallen könnte.

Dass wir so viele neue Kinder aufnehmen können, verdanken wir dem Schulprogramm, dass Eva organisiert und von Jonas und seiner Dance-Company unterstützt wird. Auch versuchen wir eine richtige Patenschaft zu den Kindern aufzubauen. Daniel, Margaret, Tracy, Anne, Elisa, Franco, Ashirafu und Mystica haben schon Paten in Deutschland, mit denen wir eine WhatsApp Gruppe gegündet haben. Bisher sind schon viele Bilder, Videos und Sprachnachrichten ausgetauscht worden. Das Ziel ist es nämlich, dass ein persönlicher Kontakt zu den Kindern entsteht. So hat Eva die Familien immer passend zum Alter der Kinder ausgesucht. Die Deutschen sollen nämlich nicht nur als Geldgeber angesehen werden. Wir wollen auch versuchen regelmäßigen Skype-Kontakt mit den Familien herzustellen. Was ich cool finde ist, dass Daniels und Tracys Familie nach Weihnachten die zwei besuchen kommt.

Da wir jetzt aber neue Kinder aufgenommen haben, sind wir auf der Suche nach neuen Paten. Falls ihr euch das vorstellen könnt, nehmt mit mir Kontakt auf!

Auch kann man EWAKA einmalig oder monatlich allgemein unterstützen. Gerade wird viel Geld für das neue Haus in Jinja benötigt.

Hier sind einige Dateien, wo ausführlicher beschrieben ist, wie man meine NGO unterstützen kann:

Aufnahmeantrag Mitglieder ewaka fertigSpendenformular EWAKA

Spendenformular EWAKA

Ihr könnt euch gerne auch die website: www.ewakafoundation.com oder die facebook page: EWAKA Foundation (es werden immer neue Bilder gepostet) anschauen.

Ich würde mich über Unterstützung freuen!

Jetzt will ich aber noch ein paar Bilder der vergangenen Wochen mit euch teilen:

Das BPU hat in SASCU (Nicoles und Felix Projekt) ein Outreach gemacht, zu dem wir von EWAKA 24 Kids mitbringen konnten. Zuerst wurden kleine Spiele gespielt. Danach wurden die drei verschiedene classes angeboten: Beatboxing, Breakdance und Walking. Unsere Kinder waren echt richtig motiviert und sie haben sich sehr darüber gefreut. Am nächsten Tag haben sie sich die ganze Zeit bedankt, haben getanzt und wollten nur noch die neuen Spiele spielen. Sie haben gesagt, dass sie diesen Tag nie wieder vergessen werden. Wir sind auch daran mit den BPU Leute einen neuen Termin auszumachen.

Auch über unseren Adventskalender haben sich die Kinder sehr gefreut. Als Geschenke haben wir kleine Spenden, die Julian, Eva & ich aus Deutschland mitgebracht haben, verwendet. Jeden Tag präsentieren sie mir ganz stolz ihre kleinen Überraschungen.

Letzten Sonntag haben wir mit Cathy mal wieder gekocht. Emma hatte Geburtstag und so gab es ein schönes Familienessen. Ich weiß jetzt auch selbst wie man Chapati macht und freu mich darauf dieses Gericht in Deutschland zu verbreiten.

 

Wir sind hier ja ganz in der Nähe vom wunderschönen Viktoriasee. Hier ein Bild von einem Ausflug am Wochenende mit ein paar Freunden (es sind leider nicht alle auf dem Bild drauf).

IMG_20151114_163952

Übrigens war ich auch bei einem Konzert von dem amerikanischen Sänger NeYo. Das war ein wirklich toller Abend, weil davor noch 7 ugandische Künstler aufgetreten sind, von denen wir einige gekannt haben.

So jetzt wünsche ich euch noch eine schöne Adventszeit! (Hier kommt das Weihnachtsgefühl leider nicht wirklich auf…)

Chebaleco, Veronika

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