Arbeit, Events & Co

Also erstmal herzlichen Dank an alle, die mich bei der Spendenaktion „Bälle für Uganda“ unterstützt haben. Es sind sehr viele Bälle und Spiele zusammengekommen. Das Paket ist jetzt auf dem Weg und kommt hoffentlich rechtzeitig an, so, dass es eine schöne Bescherung gibt.

Mir ist aufgefallen, dass ich schon lange nicht mehr von meiner Arbeit berichtet habe. Deshalb bring ich euch mal wieder auf den neuesten Stand:

In der Bypass Schule bin ich dazu übergegangen nur noch life skills zu geben. Das macht sehr viel Spaß, da man frei ist, in dem was man unterrichten kann. Julian und mein Motto ist zu erreichen, dass die Kinder frei vor anderen Leuten sprechen und ihre eigene Meinung vertreten können. Die Schulstunden waren von Gruppendiskussionen, die manchmal auch sehr ausgeartet sind, Geschichten schreiben und vor der Klasse vortragen oder Witze erzählen ausgefüllt. Man hat mit jeder Stunde gemerkt, wie die meisten der Kinder weniger Angst hatten vor die Klasse zu treten. Leider haben die Ferien jetzt angefangen. Also kann ich erst Anfang Februar wieder den Kleinen zuhören, wie sie ihre Meinung über den Vorteil in einer Village zu leben oder den Nachteil von einer Schuluniform kund tun.

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Bypass Standard Academy. Jede Schule ist hier mit den verschiedensten Motiven bemalt. Hier sind die Organe des Menschen dargestellt und sogar auf Englisch beschriftet.

 

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Die Schule

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Die P5. Leider bisschen verwackelt weil alle so rumgesprungen sind.

Die Ferien haben zwei Wochen früher angefangen, da der Papst dieses Wochenende zu Besuch kommt und da müssen sich ja auch die kleinsten Schulkids vorbereiten können. Ich weiß noch nicht genau, ob und wo ich dem Papst begegnen werde, da über 1 Millionen Pilger aus ganz Ostafrika erwartet werden. Da bin ich ja echt gespannt, wie das hier so abläuft…

Das nächste Großereignis lässt aber danach auch nicht mehr so lange auf sich warten. Am 18. Februar sind Präsidentschaftswahlen in Uganda. Museveni, der hier schon 30 Jahre das Land regiert, will seine Stellung gegen zwei andere Kandidaten verteidigen. Wegen den Wahlkampagnen sieht und hört man immer öfter Blaskapellen und hupende Autos, die Menschen mit Trillerpfeiffen transportieren. Wenn ich dann aber meine ugandischen Freunde frage, ob sie wählen gehen ist die Antwort meistens „ Man weiß doch eh schon wie es ausgeht!“ oder „Die verändern doch das Wahlergebnis.“. Manche haben auch Angst vor einer Veränderung. Sie sagen, dass Museveni nach Idi Amin Frieden gebracht hat und so solls auch bleiben. Ich selber konnte mir noch nicht so ein gutes Bild von all dem machen. Aber mal sehen, wie sich die Situation hier so entwickelt…

 

Übrigens ist gerade Regensaison. Das Gute daran ist, dass es jetzt ganz viele große leckere saftige Früchte gibt. Der Nachteil: das Leben stoppt. Wenn man in einem sicheren Platz ist, macht das nichts. Die Zeit kann man sich immer gut vertreiben. Es kann aber auch passieren, dass der Regen in unpassenden Momenten kommt. So saß ich einmal im Matatu in Richtung Downtown und dabei ist dieser Film entstanden:

Die Leute in den Slums leiden aber noch mehr darunter. Wie schon beschrieben sind sie meist im Tal gelegen, wo sich das ganze Wasser staut. Die Wohnungen überfluten und manchmal steht das Wasser dort mehrere Tage lang, wodurch sich Krankheiten schneller verbreiten können. Die Menschen müssen dann erstmal das Wasser mit Schwämmen wieder rausschaufeln.

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So siehts aus.

In EWAKA stand das Wasser jetzt auch schon öfter bis zur Türschwelle. Der Hof ist danach auch meist so matschig, dass man beim Fußball spielen nur herumrutscht.

Übrigens haben Julian und ich ein neues Projekt angefangen. Wir nehmen jetzt die EWAKA Kinder jeden Dienstag und Donnerstagmorgen mit zu einem Basketballfeld im Slum. Dort stoßen dann die Kinder der Umgebung dazu und wir machen eine schöne Trainingseinheit Basketball. Es ist schon toll zu beobachten, wie die Jungs, die sich beim ersten Mal sofort in die Haare gekommen sind und es fast soweit getrieben haben, nicht mehr mitspielen zu dürfen, jetzt im Team agieren können. (Ok manchmal gibt’s schon noch Ausnahmen!) Bis es soweit kam, war es aber ein langer Weg. Eigentlich war die Idee, Kindern die nicht in die Schule gehen eine Freizeitbeschäftigung anzubieten. Deshalb sind Julian und ich zum Chairman des Slums gegangen, der uns an eine Frau übermittelt hat, die uns an solche Kinder vermitteln sollten. Nach African Time hatten wir dann auch einmal 17 Kinder im EWAKA Hof fürs erste Treffen sitzen. Beim nächsten Mal waren dann zur ausgemachten Zeit 2 Kinder da. Nach eineinhalb Stunden waren es dann 6. Aber für so etwas braucht man hier eben Geduld. Da jetzt Ferien sind, kommen eh genug Kinder zu dem Platz, wobei wir bemerkt haben, dass es einige wirklch ernst nehmen und auch jedes Mal anwesend sind.

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Unser Basketballkorb.

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Julian mit den Kids beim Passtraining.

Apropos Ferien. Die EWAKA Kids haben jetzt ihre Exams hinter sich und warten auf ihre Reports. Das heißt wir müssen ein Ferienprogramm organisieren.

Der erste Ausflug ging zum Break Fast Jam. Das Event wurde vom BPU organisiert. Nici und ich haben auch als Volunteers mitgeholfen.. Wie das hier eben so ist, hat es am Samstag erstmal mit Regen begonnen, wodurch sich das ganze Programm verzögert hat. Die crew battles waren aber sehr unterhaltsam! Fahad, Moze und Felix haben als „Hit the Beat Crew“ den Titel geholt. Am Sonntag, als dann auch die EWAKA Kids und die Kids von unserer Familie dabei waren, gings dann weiter mit dem Bgirl und dem Kids Battle. Die Kleinen haben es echt auch schon richtig drauf. Deshalb hab ich Sharon, ein ca 12 jähriges Mädchen vom BPU gefragt, ob sie meinen Kids ein paar moves beibringen kann und ich war echt überrascht, wie gut die sich angestellt haben. Wir müssen da nur noch eine Lösung finden, wie wir sie mal mit ins BPU nehmen können. Auf jeden Fall hat mir Daniel heute schon seine „baby freeze“ präsentiert. Es ging dann weiter mit 1 gg 1 und popping battle. Dazwischen gab es Rapeinlagen von Abramz, Sylvester und Nelly, zwei Beatboxingshows von Moze und Eric, Tänze von Gruppen aus Kenya oder ein Solo von Faizal. So schon war das Ganze richtig cool zum Anschauen. Das Sahnehäubchen war aber, dass das die Leute waren, mit denen wir die ganze Zeit was unternehmen. Der Höhepunkt war dann das „7 to Smoke Battle“. Das ist ein 20 Minütiges Battle in dem 7 Bboys/girls gegeneinander antreten. Sah auf jeden Fall ziemlich anstrengend aus. Zum Abschluss gabs dann noch ein Kenya vs Uganda Battle. Wer gewonnen hat, war leider nicht ganz klar. Die Special Guests waren Loca aus der Schweiz, DJ Snuff aus England (er hat mit DJ Issa vom BPU für sehr gute Beats gesorgt) und die Hip Hop Legende Crazy Legs. Dieser war in den Anfängen vom Hip Hop in den 70 igern in der Bronx in New York dabei. Wer etwas mit Hip Hop am Hut hat, der kennt ihn. Ich hab mich auch länger mit ihm unterhalten. Was ich davon mitgenommen hab ist dieser Rapsong aus den 80 igern. (Ist jetzt mein Klingelton haha.)

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Sharon, die selbst beim Kids Battle mitgemacht hat, hat den EWAKA Kids die Foundations beigebracht.

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Dabei waren Ronald, Daniel, Margaret, Tracy, Anne, Emma, Eugenia, Genevive, Hope, Julian und ich.

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Von links nach rechts: Eric, Abramz und Marc beim judgen. Unten links ist Oscar, der Fotograf.

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DJ Issa hat für gute beats gesorgt.

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Ein riesen Cypher.

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Unser selfie mit Crazy Legs. Obere Reihe: Abramz, Crazy Legs, Veronika Untere Reihe: Scooter und Nicole

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Crazy Legs Post in Facebook zu unseren Kids.

Einige Leute haben mich nach Bildern von der Umgebung gefragt. Hier ein paar Eindrücke. Das fängt das ganze Bild aber noch lange nicht ein.. Ich bin aber dran noch mehr gute Fotos zu machen! Versprochen. 😉

 

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Panoramabild von einem Teil Kampalas.

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Ein typisches Matatu (Taxi).

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Der Bahai Tempel mit Slum im Vordergrund.

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Ein typischer ChapatiStand.

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Bei diesem Stand bin ich Stammkundin!

Ich lass dann bald mal wieder von mir hören…

Eure Veronika

 

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Bälle für Uganda

Jetzt gehts langsam auf die Weihnachtszeit zu. Die Kinder hier in EWAKA sprechen schon davon, dass es dann wieder Chicken und Soda gibt. Ich hab mir gedacht, dass sie sich bestimmt auch über ein paar neue Bälle freuen würden. Die gehen hier durch den Teerboden und die vielen Spiele so schnell kaputt. Wie ich ja schon in meinem letzten Eintrag beschrieben hab, kann so ein Spielzeug ganz schnell die Stimmung ändern und viel Freude bereiten. Außerdem würde ich auch gerne den Kindern mal richtig zeigen, wie man Handball spielt und da sind so große Fußbälle leider nicht für kleine Kinderhände geeignet.
Daher gibts die Möglichkeit nächstes Wochenende in der Großsporthalle in Weingarten eure alten Handbälle (oder auch Fußbälle), sowie Karten-/Brettspiele oder englische Kinderbücher abzugeben. Dafür wär ich euch super Dankbar!
Hier ist der Aufruf auf der TVW Homepage zu sehen.    
http://www.handball-weingarten.de/news/newssingle/?tx_news_pi1%5Bnews%5D=727&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0a8cfeda161c86c410cc07c5c8dd4f99

Vielen Dank für eure Unterstützung!
Eure Veronika

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Die EWAKA Kids

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Ja so sieht dann mal ein Ball aus.

Pures Afrika

Esther, die Mama der EWAKA Foundation wollte mich und Julian unbedingt ihrer Familie auf dem Dorf vorstellen. Für die Menschen dort ist es etwas sehr Seltenes, wenn man einen Muzungu als Freund hat. Am Sonntagmorgen sollten wir um 7 Uhr startklar sein. Wie gewohnt sind wir nach African Time erst um 10 Uhr mit dem Matatu aus Kampala rausgefahren, um vier Stunden gen Osten nach Pallisa zu fahren. Esthers Halbbruder Steven hat uns begleitet. So eine Matatufahrt ist schon etwas Besonderes. Vor allem, wenn man neben zwei beleibteren ugandischen Mamas eingequetscht sitzt und ihren Gesprächen, die den ganzen Bus unterhalten, zuhören muss und doch nichts versteht. Auf dem Hauptplatz der Stadt angekommen gings mit dem Boda weiter Richtung Dorf. Wir sind eine kerzengerade, mit dem typischen roten Sand belegte Straße entlang gefahren, vorbei an Feldern und wunderschönen großen Steinen, die einfach mitten in der Landschaft stehen. Das war der Zeitpunkt als man das erste Mal die Weite der Ebene gesehen hat. Begrüßt wurden wir sehr herzlich von der Familie von Esthers ältestem Bruder und ihrem Vater. Hier ist es üblich, dass die Gäste sofort einen Stuhl hingestellt bekommen und man sich setzten muss. Leider konnte ich meine stolz erworbenen Luganda Kenntnisse hier nicht einsetzen, da die Stammessprache Atesso ist. Außerdem lernen die Kinder erst in der Secondary School Englisch. Das hat die Kommunikation ein wenig erschwert. So standen dann ungefähr 20 Kinder schweigend um uns herum und haben uns angestarrt. Ich glaube viele von ihnen haben das erste Mal in ihrem Leben einen Weißen gesehen. Esther ist dann von Hütte zu Hütte mit uns gelaufen. Irgendwie war sie mit allen verwandt. Entweder war es der Bruder ihres Cousins oder die Mutter ihrer Tante. Irgendwann hab ich da den Überblick verloren. Alle haben uns aber herzlich begrüßt und sich richtig gefreut, dass wir sie besuchen. Üblich ist zur Begrüßung eine Art Ping-Pong-Spiel. Man sagt Hallo und fragt danach wie es den Kindern geht und so weiter. Auf unserem Weg sind uns immer mehr Kinder gefolgt. Bis wir an der Schule angekommen sind, waren es bestimmt über 50! Ich habe einen Jungen mit Ball gesehen und ihm per Handzeichen zu verstehen gegeben, dass er ihn mir zuwerfen soll. Dann ging der Spaß erst richtig los. Die zuvor etwas schüchternen Kinder haben gekreischt und gelacht, wenn Julian und ich den Ball geworfen haben. Wie so ein Spielzeug doch alles verändern kann…

Apropos Spielzeuge: Ich habe hier noch mehr selbstgebastelte gesehen. Darunter waren eine Steinschleuder und eine Art Gitarre, die aus einem Stock, einer leeren Plastikflasche als Klangkörper und mit an Nägeln befestigten Schnüren bestand. Die Töne, die sie von sich gegeben hat, haben sich echt schön angehört.

Als Esther mir ein Wort: „Kato!“ (Los geht’s!) beigebracht hat, bin ich mit einer Horde lachender Kinder den Trampelpfad entlang losgerannt. Man war das ein Glücksgefühl!
Als wir wieder bei dem Haus von Esthers Vater angekommen sind, haben die Kinder mir irgendwie alles nachgemacht. Also hab ich angefangen einen Rhythmus auf meinen Schenkeln zu klopfen und unser gutes altes Zeltlagerlied „Fli/Fly“ zu singen. Die Reaktion darauf war: „Again!!!“. Also haben wir es noch ein paar Mal gesungen. Das hat soo Spaß gemacht.

Esther hat uns später ein Gespräch zweier Jungs übersetzt. Der eine hat gefragt: „Woher kommen die denn?“. Darauf hat der andere mit vollem Ernst geantwortet: „Vom Himmel!“.

Die Hütten sehen hier auf dem Dorf so aus, wie das typische Bild, das man von Afrika hat. Eine Familie stellt ihre runden Hütten mit Strohdächern meist in einem Kreis um das Haupthaus auf. Drumherum sind die Felder, auf denen sie Casawa, Kartoffeln, Reis und noch paar andere Nahrungsmittel anbauen. Ich bin gleich eingeladen worden, das nächste Mal, wenn ich komme, bei der Feldarbeit mitzuhelfen und danach ein leckeres Abendessen aufgetischt zu bekommen. Das hört sich seeehr verlockend an.

Abends hat es dann leider gewittert, sonst hätte man bestimmt den Sternenhimmel gesehen, da es hier noch keinen Strom gibt und alles ganz dunkel ist. Dafür gab es aber frisch gekochtes Hühnchen mit Millet. Sehr lecker!

Am nächsten Morgen gings wieder auf Besuchstour. Dieses Mal zu Esthers Schwester. Als wir auf dem Weg zu ihr am Dorfplatz und der Schule vorbeigefahren sind, standen alle Schulkinder da und haben gewunken. Da wir in der Nähe eines Sees waren, haben uns die Männer auf etwas undichten Holzbooten mit hinaus aufs Wasser genommen, wo wir Kinder beim Angeln getroffen haben. Die Hauptfischzeit ist aber morgens und abends around 7. Zum Abschied haben wir einen Hahn und eine Henne geschenkt bekommen, die wir am Sonntag schlachten wollen. Den Transport von den beiden fand ich ganz amüsant. Man hat sie in eine Plastiktüte gesetzt und ein Loch für die Köpfe gemacht. So durften sie uns auf unserer Reise auf dem Boda und dann im Matatu begleiten. Insgesamt war das für mich hier, obwohl ich schon wirklich tolle Dinge erlebt habe, ein richtiges Highlight. Die Natur ist unbeschreiblich schön und die Menschen waren so offen und freundlich. Deshalb ist dieser Eintrag glaub ich auch ein bisschen unzusammenhängend geschrieben, da die zwei Tage einfach überwältigend waren. Tschuldigung!

Ein Teil von Esthers Großfamilie.

Ein Teil von Esthers Großfamilie.

Das war noch nichtmal die Hälfte aller Kinder die uns gefolgt sind.

Das war noch nichtmal die Hälfte aller Kinder die uns gefolgt sind.

Jaa die Kinder sind immer sehr aufgeregt, wenn eine Kamera vor ihrem Gesicht auftaucht.

Jaa die Kinder sind immer sehr aufgeregt, wenn eine Kamera vor ihrem Gesicht auftaucht.

Hühner, Ziegen, Fahrrad. Das ist der typische Besitz der Menschen hier.

Hühner, Ziegen, Fahrrad. Das ist der typische Besitz der Menschen hier.

von links nach rechts: Veronika, Esthers Tante, Esthers Papa, Esther

von links nach rechts: Veronika, Esthers Tante, Esthers Papa, Esther

Ich würde sagen, dass das ein typisches afrikanisches Bild ist.

Ich würde sagen, dass das ein typisches afrikanisches Bild ist.

So ein schönes Panorama!

So ein schönes Panorama!

Mit einem dieser zwei Boote sind wir auf den See hinausgefahren.

Mit einem dieser zwei Boote sind wir auf den See hinausgefahren.

Die Kinder haben schon zwei kleine Fische gefangen.

Die Kinder haben schon zwei kleine Fische gefangen.

Hahn und Henne in der Tüte.

Hahn und Henne in der Tüte.

Aber ein kleines Problem hab ich damit, wie wir so verehrt wurden. Ich mein ich bin schon oft auf der Straße angesprochen worden, ob ich nicht Geld geben kann. Aber hier im Dorf hat man noch mehr gespürt, was für eine Ehrfurcht die Leute vor uns haben, obwohl wir doch nur eine andere Hautfarbe haben. Dieses Bild würde ich gerne ändern. Mich macht es echt traurig, dass das nicht so einfach geht, da das in der Kolonialzeit den Menschen so arg eingetrichtert wurde.

Naja man kann ja im Kleinen anfangen. Dazu eine kleine Begebenheit: Als wir Esthers blinden Opa besucht haben, hat Julian ihm die Hand geschüttelt und gefragt, ob er jetzt irgendeinen Unterschied merkt. Er hat verneint…

Bis zum nächsten Mal,

eure Veronika

Kulinarische Neuigkeiten

Essen:

Um sich in einem Land wohl zu fühlen muss das Essen schmecken finde ich. Das ist hier auf jeden Fall so! Ich bin echt ein Fan von dem local food hier geworden, so dass ich das deutsche Essen eigentlich gar nicht vermiss. (Ok ich muss zugeben, manchmal wär ein Stückchen von Omas Kuchen schon schön.)

Hier ist es so, dass es auf der Straße viele Essenstände gibt. Man findet Gemüse, wie Tomaten, Paprika, Obergine und die frischesten leckersten Früchte, wie Bananen, Ananas, Avocado und jetzt kommt langsam auch die Mangozeit. Daneben stehen die Chapatistände. Chapatis würde ich als salzige Pfannkuchen beschreiben. Es ist eine richtige Kunst den Teig in so eine Konsistenz zu bringen, dass man ihn auseinanderziehen und auf die von Kohle erhitzte Platte legen kann. Rolex ist dann die erweiterte Form, wenn man ein angebratenes Gemisch aus Eiern, Kraut, Tomaten und manchmal auch Paprika und Karotten in ein Chapati einrollt. Auch Kikomando schmeckt sehr gut. Das sind verschnittene Chapatis mit Bohnen. Wir haben angefangen auch Reis mit Avocado in ein Chapati einzurollen, was dann so ähnlich wie ein mexikanischer Burrito schmeckt, aber das ist nicht typisch ugandisch! Fahadhi und ich haben Nicole zur Chapati-Queen ernannt, da sie sich täglich mindestens zwei davon gönnt.

Wenn man dann abends durch die Straßen läuft, werden noch mehr Leckereien ausgepackt. Es steigt einem sofort der Geruch von angebratenem Ziegenfleisch, Würstchen oder Hähnchen in die Nase. Manche verkaufen angebratenen Mais oder eine bestimmte Art von Banane die man auch auf einem Kohlegestell anbraten kann. Außerdem wird hier so ziemlich alles fritiert. Es gibt fritierte Teigtaschen mit Hackfleisch oder Bohnen gefüllt, sogenannte Samosas, fritierte Casawa oder auch fritierte Kartoffelstreifen, in Deutschland bekannt als Pommes. Man kann sich also so schon sehr gut auf der Straße ernähren.

Die local food restaurants haben es mir aber auch angetan. Zwar muss man zuerst fragen, was sie denn überhaupt noch da haben, aber dann kann man eine riesen Portion food mit Fleisch oder Fisch bestellen. Food kann Matoke (Essbananen), Poscho (Maisbrei), Reis, Millet, süße Kartoffeln, irische Kartoffeln oder auch Pilau (sehr gut gewürzter Reis) sein. Es gibt auch noch verschiedene Soßen. Meine liebste ist die Gnutsauce, es gibt aber auch noch welche mit Gemüse oder einfach nur Bohnen. Dazu trinke ich dann meistens African Tea. Das ist Schwarztee in heißer Milch erhitzt und dazu Gewürze, wie Zimt oder Tea Masala. Aber auch die frischen Fruchtsäfte sind echt zu empfehlen. Was auch richtig lecker schmeckt ist ein Ingwergetränk namens Stoney. Das wird von der Marke Coca-Cola hergestellt. Ich frag mich echt, warum das nicht in Deutschland verkauft wird.

Süßigkeiten gibt es hier schon, aber die Schokolade ist sehr teuer. Die Kekse schmecken ganz okay. Es wird aber viel salziges Popcorn gegessen, was auch zufriedenstellend sein kann. In den kleineren Supermärkten findet man viele selbstgebackene Kuchen oder Kekse. Cathy verkauft ihre Zimt-Ingwer-Austecherle immer an die Läden hier in der Gegend. Bei uns daheim riecht es also oft nach Weihnachten, seid sie ihren Traum von einem Ofen erfüllen konnte.

Das war jetzt mal ein grober Überblick über das Essen. Ich hoffe, dass ihr eine Vorstellung davon habt, wie ich mich zurzeit ernähre.

Unsere Art von Burrito. Bereit zum zusammenrollen.

Unsere Art von Burrito. Bereit zum zusammenrollen.

Pilau, Matoke, Poscho, grüner Salat und frischer Fisch.  Dazu African Tea.

Pilau, Matoke, Poscho, grüner Salat und frischer Fisch. Dazu African Tea.

Mit Fahadhi zusammen haben wir Gemüsereis, Matoke mit Gnutsauce und Avocado gemacht. Zum Nachtisch gabs frische Melone.

Mit Fahadhi zusammen haben wir Gemüsereis, Matoke mit Gnutsauce und Avocado gemacht. Zum Nachtisch gabs frische Melone.

Hab auch schon meine Kochkünste im Hähncheneinkochen versucht.

Hab auch schon meine Kochkünste im Hähncheneinkochen versucht.

So wird in EWAKA gekocht (auf Kohle).

So wird in EWAKA gekocht (auf Kohle).

Rolex vor der schönen Kulisse des Nils.

Rolex vor der schönen Kulisse des Nils.

Fritierte Casawa. Im Hintergrund unsere beiden Haushund Chiso und Chuck.

Fritierte Casawa. Im Hintergrund unsere beiden Haushund Chiso und Chuck.

Pilau mit Krautsalat und Samosa.

Pilau mit Krautsalat und Samosa.

Fast Food auf der Straße. Ein Chickenstrauß und gebratene Bananen.

Fast Food auf der Straße. Ein Chickenstrauß und gebratene Bananen.

links: Poscho, Tomatensalat und grüner Salat rechts: Hähnchen mit Matoke

links: Poscho, Tomatensalat und grüner Salat
rechts: Hähnchen mit Matoke

Break Dance Project Uganda (BPU)

Wir haben hier ein ziemlich cooles Projekt entdeckt. Abramz, ein 32-jähriger Hip Hop begeisteter Rapper hat das Break Dance Project Uganda gegründet. Jeden Montag und Mittwoch Abend kommen hier junge Ugander zusammen und lernen Breakdance, Beatboxing oder wie man rappt. Die Zielgruppe sind Straßenkinder oder Kinder aus ärmeren Verhältnissen im Alter von 5-25 Jahren. Ein session verläuft so: Erst wird sich durch ein work out, das von einem älteren Bboy angeleitet wird aufgewärmt. Dann wird in die beginners, advanced, beatboxing und popping (auch eine Art Tanz) class aufgeteilt. Es gibt immer unterschiedliche Lehrer, da das Motto ist, dass jeder dem anderen was beibringen kann. Danach werden sogenannte Cypher gebildet. Das ist ein Kreis und jeder einzelne zeigt den anderen seine neuen moves. Da komm ich meistens gar nicht mehr aus dem Staunen raus!! Schon die kleinsten haben so viel Kraft in den Armen, dass sie die verrücktesten spins machen können. Am Ende setzten sich alle zusammen und jeder kann aufgerufen werden, um zu Danken. Meist wird Abramz und auch Mark gedankt, die die Leiter des Projekts sind. Aber es gibt auch andere Themen, wie dass jemand für ein Kind Süßigkeiten gekauft hat, für Schulgebühren gezahlt wurde oder auch für die Unterstützung als seine Mama gestorben ist. Danach folgt die communication session, in denen man sagen kann, was man will. Es werden zukünftige Veranstaltungen angekündigt, Tipps gegeben, wie man das Internet nutzen kann, gerappt oder auch Sketche aufgeführt. Das Ganze hat aber einen tieferen Sinn: Die Kinder und Jugendlichen lernen dadurch, dass sie vor einer großen Menge stehenend sich selbst auszudrücken und gewinnen Selbstvertrauen. Außerdem gibt es so ein richtiges Gemeinschaftgefühl. Sie verwenden dabei Luganda, weshalb es sogenannte Translater gibt, die für uns muzungus übersetzen. Zum BPU gehört auch noch ein Englisch Kurs, der immer am Donnerstagabend stattfindet.

Um mal ein Gefühl zu bekommen, was Break Dance für manche Leute hier bedeutet, empfehl ich euch den Film „Shake the dust“. Das ist ein Dokumentarfilm über Break Dance Projekte in Kampala, im Yemen, in Columbien und Cambodcha. Mich hat der Film sehr bewegt. Erstens, weil unsere Freunde Fahadhi, Eric und Mark von ihrer Geschichte erzählen und dadurch zur Geltung kommt, dass Break Dance ihnen Farbe ins Leben gebracht hat und zweitens, weil es auf der ganzen Welt so ist.

Vergleichbar ist das ja auch mit dem Motto meiner Entsendeorganisation ASC Göttingen: „Sport has the power to change the world.“ Kindern aus dem Slum gibt es Hoffnung, Selbstvertrauen und vieles mehr.

Nici und Felix konnten eine Zusammenarbeit mit ihrem Projekt SASCU anfangen. Mit dem Projektauto bringen sie jedes mal ein paar Kids mit, was ihnen sehr viel Freude bereitet. Da uns kein Auto zur Verfügung steht und unsere Kinder viel länger Schule haben (das ist hier von Schule zu Schule sehr unterschiedlich), haben wir einen Kompromiss mit Abramz gemacht. In den nächsten Wochen werden die BPU-Members ein Outreach bei uns in EWAKA veranstalten.

Hab mich übrigens auch schon im break dance versucht und kann sogar schon die baby freeze. 🙂

Viele der älteren BPU Leute sind unsere Freunde geworden. Ist eine richtig coole Clique. Mit ihnen waren wir auch letztes Wochenende auf dem Nyge Nyge Festival. Davon hat Nicole einen sehr guten Blogeintrag geschrieben. Schaut mal rein. War echt ein tolles Erlebnis.

Ein Cypher beim BPU.

Ein Cypher beim BPU.

Es werden noch mehr Bilder folgen!

Allgemeines:

Bekanntlich heißt es ja: „Bilder sagen mehr als Worte.“. Ich finde aber, dass kleine Filme diese Wirkung sogar manchmal übertrumpfen können, weshalb ich einen YouTube Channel erstellt hab. Hier werde ich euch den Link dazu reinstellen, um so einen kleinen Einblick in das Leben in Uganda zu geben.

Als erstes möchte ich euch hier einen kleinen Clip von einem Kasperletheater zeigen, an dem Julian und ich auf dem Weg zur Arbeit vorbeigelaufen sind. Ganz schön cool, was dieser Mann da zusammengebastelt hat oder? Am Besten gefällt mir ja wie die Frauen vorne ihre Hüften schwingen, aber auch der Trommler verleiht dem ganzen Auftritt mehr Glanz.

Siba bulungi! – Have a nice day!

Eine andere Kultur entdecken…

Ich hab mal versucht in einer Tabelle die Unterschiede des täglichen Leben hier in Uganda zu Deutschland zusammenzufassen:

Deutschland Uganda
Verkehr:
Geteerte Straßen mit Ampeln, rechts vor links, viel zu viel Straßenschilder. Viele Autos, morgens und abends Stau (bis zu 2 Stunden still stehen), kaum erkennbare Regeln, viel Gehupe, wenig Ampeln und viel Staub.
Essen:
Es wird mit Messer und Gabel gegessen.

Wie es hier mit der Herkunft der Produkte aussieht wisst ihr ja selbst…

Außerdem ist alles schon vorsortiert und abgepackt.

Traditionell isst man auf dem Boden mit den Händen.

Wenn man Huhn oder Ziege in einem local restaurant bestellt, kann man sich sicher sein, dass die Tiere ein schönes freies Leben auf den Straßen von Kampala gehabt haben. Auch die Pommes kann man sich frisch frittiert auf der Straße kaufen. Man muss selbst die schlechten Bohnen aussortieren bzw. die Steine aus dem Reis. Aber ich glaube über das Essen werde ich nochmal einen extra Blogeintrag schreiben.

Familie:
Es werden so wenig Kinder wie möglich gezeugt, da die Karriere im Vordergrund steht. (Ok das ist übertrieben. Durchschnittlich 2 Kinder pro Familie.) Kinder sind die Altersvorsorge, deshalb zeugt man so viele wie möglich. Außerdem nehmen die Ugander das mit der Treue nicht so genau. So hab ich von einem Ugander gehört, der mit 9 Frauen 90 Kinder gezeugt hat!
Schule:
Die neuen Referendare versuchen möglichst viel Gruppenarbeit und neue Methoden der Pädagogik in den Unterricht zu bringen. Die Kinder wiederholen im Chor, was der Lehrer an die Tafel schreibt. Diese Methode wird auch im Alltag oft verwendet. Außerdem stehen sie auf, wenn sie was zu sagen haben und knien auch vor dem Lehrer nieder, wenn sie fragen, ob sie aufs Klo dürfen. Die Kinder werden nicht so betütelt und umsorgt.
Geld:
Der Geldbeutel ist viel zu prall wegen den vielen kleinen Münzen. Schon umgerechnet 25 Cent gibt es in Scheinen. Man fühlt sich manchmal wie ein Millionär mit einem Bündel von Scheinen, der auch „nur“ 5 Euro wert sein kann.
Waschen:
Mama bzw. die Waschmaschine wäscht. Es wird in mehreren Waschgängen die Wäsche per Hand gewaschen. Das musste ich erstmal lernen! Danach wird sie auf die Leine gehängt. Das ergibt dann ein buntes Stadtbild.
Kochen:
Auf dem neuesten Herd mit Induktion kann man die leckersten Essen zubereiten. Meist wird auf Holzkohle gekocht. Manche können sich auch einen Gasherd leisten. Öfen sind eher selten vorzufinden.
Berühmtheiten:
Verstecken sich vor den Massen und geben hin und wieder mal ein Interview. Ich glaube durch Jonas sind wir hier in einen ganz bestimmten Kreis gekommen. Die meisten unserer Freunde hier haben ein Talent, mit dem sie mehr oder weniger berühmt sind. Ich habe hier jede Menge Tänzer kennengelernt, die schon den ein oder anderen Auftritt in Europa bzw. den USA hatten. Ich bin immer wieder beeindruckt von ihren moves. (Googelt mal Tabu Flo oder Keiga Dance!) Auch hab ich letztens den Sänger Maurice Kirya kennengelernt. Seine Lieder sind nur zu empfehlen. Hört doch mal rein. Erst am Montag hab ich dann erfahren, dass Abramz mit dem deutschen Rapper Marteria das Lied „Blue Uganda“ gesungen hat. Als Nici und ich das Video angeschaut haben, sind uns einige Gesichter sehr bekannt vorgekommen. Es ist hier aber allgemein so, dass die sogenannten Stars den Menschen viel näher kommen. Das letzte Mal in der Zone 7 hat Bebe Cool, der zu den 4 bekanntesten Sängern Ugandas zählt einen live-Auftritt gehabt (die anderen 3 sind Bobi Wine, Radio & Weasel und Cameleon, den man auch öfters im „Bubbles“ feiern trifft).
Wetter:
Es gibt vier Jahreszeiten. Meistens ist der Winter zu warm und der Sommer zu kalt. Meist schön angenehm warm. Es können sich innerhalb von einer halben Stunde riesen Gewitterwolken bilden. Das heißt, dass es danach ungefähr eine halbe Stunde wie aus Eimern gießt und es danach noch heißer ist. Während dem Regen stoppt das Leben in Uganda. Regen ist auch eine Entschuldigung nicht in die Schule zu kommen.
Sprachen:
Ab der 1. Klasse lernt man Englisch. In den weiterführenden Schulen kann man je nach Belieben meist Französisch, Latein oder Spanisch hinzufügen. Meine Mitbewohner würden jetzt noch sagen, dass ich ja auch noch eine andere Sprache spreche und zwar Schwäbisch. Ich mein i schwätz ja koi broites Schwäbisch, aber es gibt immer wieder witzige Situationen, in denen die anderen über meine Aussprache bzw. Wortwahl lachen müssen. Der Unterricht findet in Englisch statt. Schon in der Baby Class (erstes Jahr im Kindergarten) wird Englisch unterrichtet. Was ich ziemlich witzig finde ist, dass die Ugander hinter viele Worte ein „i“ setzen. So sagen sie zum Beispiel „firsti“ oder „plusi“. Außerdem setzt man hinter jeden Namen ein „o“ oder „i“. (Z.B. Nicolo oder Felixi). Den Unterschied zwischen „r“ und „l“ gelingt vielen nicht. Die Meisten hier können so viele Sprachen sprechen, da es ja schon innerhalb von Uganda ca 43 verschiedene Sprachen gibt. Man braucht also ein ziemlich gutes Sprachgefühl, wenn man hier aufwächst.
Fußball:
Es gibt sehr viele Vereine und auch viele unterschiedliche Arten und Interessen ein Fan zu sein. Eigentlich wird überall Fußball gespielt, auch im größten Matsch. Auch in jeder kleinsten Bar wird Fußball aus Europa übertragen. Die meisten Leute hier sind Arsenal, Manchester oder Chelsea Fans. Beim deutschen Fußball kennt man aber nur Bayern München.
Religiösität:
Naja, ich würde mal sagen, es gibt viele religiöse Menschen in Deutschland, aber die Zahl sinkt eher, als dass sie steigt. Die Menschen glauben sehr an Gott. Es gibt viele Kirchen, wo die ganze Woche Programm ist. Auch auf den Taxis (Matatus) sieht man viele Schriftzüge, wie „The Lord is with us.“
Haare:
Man geht hin und wieder zum Friseur, wo man sich auch ab und zu mal einen neuen Haarschnitt zulegt. Hier findet man an jeder Ecke Frauen, die ihren Kindern gerade neue Zöpfe flechten. Auch wird hier ziemlich oft der Haarstyle geändert. Eine Freundin hatte jetzt innerhalb von einem Monat drei verschiedene Frisuren (erst kurze, dann rote Haare, dann lange Flechtezöpfe). Es kommt aber natürlich auf das Einkommen an, wie oft man das wechseln kann. Ein Mädchen, das immer zu Ewaka kommt, hat zum Beispiel nur die Hälfte ihres Kopfes mit Flechtezöpfen bedeckt, da sich ihre Mama gerade die andere Hälfte nicht leisten kann. In der Schule müssen die Kinder aber aus hygienischen Gründen kurzrasierte Haare haben. Es gibt auch viele Frisuren, wo man nur Wolle in die Haare einflicht.
Regeln:
Regeln sind zum Einhalten da. Bei Verstößen folgt eine angemessene Strafe. Ivan, ein Ugander, hat mal gemeint, in Uganda versucht man so viele Regeln wie möglich zu brechen. Zum Beispiel gibt es da so ein Schild „Police notice – no parking“. Ich habe noch nie erlebt, dass neben so einem Schild kein parkendes Auto stand. Wenn die Polizei aber mal bemerkt, dass eine Regel gebrochen wird, dann kommt die Korruption ins Spiel.

Man versucht hier aber auch immer möglichst viele Menschen in ein Auto zu quetschen. So waren wir schon 14 Leute in einem kleinen VW-Bus.

Orts-und Zeitangaben:
Deutsche Pünktlichkeit ist ja eh auf der ganzen Welt bekannt. Auch die Ortsangaben stimmen meist mit dem Ziel überein (außer bei Navis). Ich sag nur „African Time“ und so. Da könnte ich unzählige Erlebnisse auflisten, in denen ich das schon erlebt habe. Die Ortsangaben sind meist auch nicht sehr genau. Wenn man fragt, wo man denn genau hinkommen soll heißt es nur „around…“. Zum Beispiel hat mir mal ein Freund auf die Frage, wo er wohnt geantwortet: „In der Nähe, wo du arbeitst.“
Namen:
Die Eltern entscheiden, wie viele Namen ihr Kind hat. Die Kinder bekommen einen Namen von ihren Eltern und einen von der Kirche. Viele haben auch noch einen Künstlernamen, den sie mit aka … vorstellen.
Weiß/Schwarz:
Naja, da kommt es glaub ich ganz drauf an, in welchen Kreisen man sich befindet. Ausländer sind keine Besonderheit. Die Kinder und auch viele Erwachsene freuen sich, wenn ein Weißer vorbeiläuft. Sie singen dann „muzunguuu“.
Grundstück:
Das Grundstück ist von einem Zaun umrandet und das Auto findet einen Parkplatz auf der Straße. Die Häuser sind von einer hohen Mauer mit Stacheldraht oben drauf und einem Tor umrandet. Die Autos hupen davor so lange, bis jemand aufmacht. Die Straßen sind nicht dazu gemacht, dass dort jemand parken kann.
Strom- und Wasser:
Wasser aus dem Wasserhahn kann man trinken. Beides steht im Überfluss zur Verfügung. Hier sind Strom-und Wasserausfälle Normalität. Das Wasser aus dem Wasserhahn kann man nicht trinken.
Berührungen:
Bei Begrüßungen schüttelt man sich steif die Hand. Umarmen tut man nur die guten Freunde. Hier wird umarmt und auch sehr viel Händchen gehalten. Das bedeutet, wenn man sich ganz normal mit jemand unterhält, berührt man sich meist mit den Händen. Insgesamt sind die Menschen hier sehr „touchie“.

Ich glaube zu dieser Liste kann ich im Laufe des nächsten Jahres noch einiges hinzufügen. Vor allem, weil ich ja bisher erst Kampala als Großstadt gesehen habe und noch nicht auf dem Land war. Vielleicht poste ich in nem halben Jahr oder so Fortsetzung 2. Außerdem beruht diese Tabelle auf eigener Erfahrung. Ich kann nicht für Richtigkeit garantieren.

So sieht das Wasser nach einem normalen Waschgang aus...

So sieht das Wasser nach einem normalen Waschgang aus…

EWAKA:

Letzte Woche haben wir mit den Kids in EWAKA ein Fußballturnier veranstaltet. Am Abend zuvor haben wir Ronald und Daniel die Aufgabe gegeben im Slum die Nachricht zu verbreiten, dass morgen in EWAKA ein Fußballturnier stattfinden soll. Ich habe mit so ca 30 Kindern gerechnet. Was wir jedoch am nächsten Tag vorfanden waren 60-70 hochmotivierte Kinder im Alter von 2-18 Jahren. Da wir eine Altersbegrenzung festgelegt haben, konnten wir am Ende 12 Mannschaften a 4 Spieler stellen. Nach jedem Spiel durften die Kids sich mit von uns und mit euren Spenden finanzierten Bananen und Wasser stärken. Danke dafür! Während dem Turnier hatten die Kinder viel Spaß, feuerten sich gegenseitig an und der ein oder andere wurde für sein Talent hochgelobt. Zwar gingen 2 Fensterscheiben kaputt und man musste etliche Male rauslaufen um den Ball wieder zu holen, aber im Ganzen gesehen war es ein wunderbarer Tag. Ich freu mich schon aufs nächste Mal! (Hab mich übrigens auch im Fußballspielen versucht und konnte sogar ein Tor erzielen. Dafür wurde ich sofort von allen Seiten beglückwünscht.) Am Ende durften sich die Sieger über je eine Packung Kekse erfreuen.

Schön in einer Reihe aufstellen.

Schön in einer Reihe aufstellen.

Die Kleinen beim Anfeuern.

Die Kleinen beim Anfeuern.

Da werden wohl geheime Absprachen gemacht.

Da werden wohl geheime Absprachen gemacht.

Julian als Schiri. Die Münze entscheidet, welches Team beginnt.

Julian als Schiri. Die Münze entscheidet, welches Team beginnt.

Die weiße Kreide stellt das Tor dar.

Die weiße Kreide stellt das Tor dar.

Flanke. Kopfball. Tor.

Flanke. Kopfball. Tor.

Die Zuschauer waren voll dabei!

Die Zuschauer waren voll dabei!

Und wenn man zu erschöpft war gab es auch einen Rastplatz!

Und wenn man zu erschöpft war gab es auch einen Rastplatz!

Da ich gesehen habe, dass viele Kinder sich aus Tetrapacks oder kleinen Flaschen Spielzeuge basteln, habe ich angefangen meine leeren Flaschen zu sammeln. Am Wochenende hab ich sie dann zu Ewaka mitgebracht, wo diese Spielzeugautos entstanden sind. Die Kinder haben sich so gefreut und als fertig gebastelt war, haben sie Rennen veranstaltet.

In den Startlöchern..

In den Startlöchern..

Auch die Kleine hier ist glücklich über eine selbstgebaute Rassel. (Ein Stock in der Flasche.)

Auch die Kleine hier ist glücklich über eine selbstgebaute Rassel. (Ein Stock in der Flasche.)

links Anne und rechts Ronald

links Anne und rechts Ronald

Elizabeth mit ihrem Auto.

Elizabeth mit ihrem Auto.

Mangospeed.

Mangospeed.

Matthew am werkeln..

Matthew am werkeln..

Und freundlich grüßt Veronika!

Jetzt bin ich schon 1 Monat in Kampala…

…und habe viele nette Menschen kennengelernt. Die Ugander auf den Veranstaltungen und Plätzen, wo ich bisher war, sind sehr offen und freundlich. Meistens begrüßt man sich mit „Hey, how are you?“, das von einem Händeschütteln untermalt und der Vorstellung des Namens begleitet wird. So kommt man leicht ins Gespräch. Alle fragen nach, wie es mir in Uganda gefällt und wollen viel über Deutschland wissen und die Sprache lernen. Doch wenn man mal mit welchen länger redet oder nachfragt, haben sie meist eine traurige beziehungsweise beeindruckende Geschichte zu erzählen, wie sie um ihr Schulgeld gekämpft, ihre Mutter verloren haben oder vom Dorf nach Kampala gezogen sind. Mir wird dabei immer mehr bewusst, in was für ein Glück ich hineingeboren worden bin und wie unbeschwert mein bisheriges Leben war.
Was ich aber sehr beeindruckend finde, ist die Kraft und das Durchhaltevermögen, mit der diese Menschen ihren Weg gegangen sind. Außerdem ist mir auch aufgefallen, wie sie sich über die kleinsten Dinge freuen können. Die Boda-Fahrer lachen immer freundlich zurück, wenn man ihnen eine gute Nacht auf Luganda wünscht, genauso wie die Verkäufer in den kleinen Shops sich über ein „Webale.“ (Danke.) einer Weißen noch lange unterhalten können. Die kleinsten Kinder hüpfen eh auf und ab, wenn ihnen ein Muzungu begegnet.
Diese Begeisterungsfähigkeit durfte ich auch erleben, als ich diesen Samstag, nach 5 Stunden Haare flechten (Ich wollte mal ein bisschen afrikanische Kultur an mir selbst ausprobieren!), durch unsere Gegend gelaufen bin und, egal ob groß oder klein, alle haben geschrien: „Wooow Muzunguuuu! You look smart.“ oder „Nice hair!“

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Auch steht hier die Gemeinschaft und Zusammenhalt im Vordergrund. Wenn man abends die staubigen Straßen nach Hause läuft, hört man Jubelschreie, wenn jemand wieder eine Kugel im Billardtisch versenkt hat oder man sieht die kleinen Kinder mit den kreativsten Spielzeugen herumrennen (Bilder folgen davon!) und wenn eins mal dabei stolpert ist sofort der große Bruder zur Stelle.

Geschwisterliebe.

Geschwisterliebe.

Bei dieser Partie haben Julian und ich gegen die locals verloren. Eine Revanche wird folgen..

Bei dieser Partie haben Julian und ich gegen die locals verloren. Eine Revanche wird folgen..

Wenn man durch Kampala fährt, dann fällt einem auf den ersten Blick auf, dass es hier keine genaue Grenze zwischen arm und reich gibt. Ich bin einmal mit dem Boda durch eine ärmere Gegend gefahren und plötzlich stand ein wunderschönes Hotel vor mir. Das hat mich schon schockiert.

Auf den zweiten Blick sieht man aber, das es eine Art Hyrarchie gibt. Die Reicheren wohnen in festen Häusern mit ummauerten Garten und Tor auf dem Berg. Die Slums befinden sich im Tal. Letzten Donnerstag hat es ungefähr eine halbe Stunde wie aus Eimern gegossen. Als Julian und ich dann zum EWAKA Haus laufen wollten, war dies mit Schwierigkeiten verbunden, da alles unter Wasser stand. Dieses ist nämlich den Gesetzen der Physik gefolgt und hat sich im Tal gesammelt. Der sandige Boden konnte dies nicht schnell genug aufnehmen, so dass das Wasser bei manchen Hütten echt bis zur Türschwelle stand.

Dieses Foto hab ich leider erst aufgenommen, als die Hälfte des Wassers schon versickert war.

Dieses Foto hab ich leider erst aufgenommen, als die Hälfte des Wassers schon versickert war.

Bisher hab ich von diesen Gegenden noch nicht viele Bilder gemacht, weil ich mich dabei einfach unwohl fühle. Ich hoffe ihr habt dafür Verständnis.

Von meinem Leben hier kann ich aber nur das Gegenteil behaupten. Ich fühle mich hier wirklich wohl!

Ich lerne Kampala immer besser kennen und es gibt jede Menge was es noch zu entdecken gibt. Es ist auch immer was geboten. Sei es die Jam Session am Montagabend (bei Live-Reggea-Musik treffen Freiwillige auf local people), Salsa Night am Dienstag, eine sehr gute live-Band am Mittwoch in der „Zone 7“, eine Tanzstunde bei Antonio am Donnerstag und das „Bayimba“-Festival (international art & music) am Wochenende. So sah mal das Programm der vergangenen Woche aus. Da kann einem gar nicht langweilig werden. Auch macht es mit der Gruppe, mit der wir bisher immer unterwegs waren, richtig Spaß in Clubs zu feiern. Sie besteht größtenteils aus Tänzern, die wir über Jonas kennengelernt haben. Da kann ich mir auf jeden Fall was abschauen und dazulernen. Ein Highlight dieses Wochenende war deshalb auch die „silent disco“ auf dem Festival. Jeder bekommt Kopfhörer und die DJ s mixen auf zwei verschiedenen Kanälen eine unterschiedliche Art von Musik. So kann es sein, dass der eine gerade chillig im Takt der Musik mitwippt, während sein Nebenmann so schnelle Bewegungen macht, dass man mit den Augen kaum noch folgen kann. Nimmt man zwischendrin die Hörer ab, kann man sich gut unterhalten und hört nur leises Mitsummen der Liedtexte. Coole Erfindung auf jeden Fall!

Die Silent Disco.

Die Silent Disco.

Ein Stand auf dem Festival. Hier konnte man afrikanische Kunst und Handwerk bewundern.

Ein Stand auf dem Festival. Hier konnte man afrikanische Kunst und Handwerk bewundern.

Ein Update zur EWAKA Foundation gibt es auch. Letzte Woche waren wir in Jinja, wo Jonas ein Land gefunden hat, worauf wir ein Haus bauen können. Es ist sehr groß und nahe an einer Schule gelegen. Jetzt müssen wir es nur noch kaufen. Dazu brauchen wir aber noch ein wenig finanzielle Unterstützung. Es ist die perfekte Alternative zu einem neuen Haus in Kampala, da dort genügend Platz für ein größeres Haus ist, was für mehr Kapazität für die Aufnahme von neuen Kindern in den nächsten Jahren sorgt. Der Plan ist aber dort zuerst eine Unterkunft für die jetzige EWAKA Familie zu schaffen.

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Wir haben die Nilquelle, die nahe bei Jinja per Boot besucht. Von links nach rechts: Isaac, Felix, Julian, Rosa, Nici, ich und Ruth.

Übrigens finden die Kinder das deutsche Après-Ski-Lied „Das rote Pferd“ supercool. Als ich ihnen den Text übersetzt und die Bewegungen gezeigt habe, konnten sie gar nicht mehr aufhören darauf zu tanzen. Als sie mir dann traditionelle Tanzformen beibringen wollten, hab ich mich eher ungelenkig gefühlt. Es hat aber auf jeden Fall Spaß gemacht diese Formen von Kultur auszutauschen. Da kann einem die Arbeit hier nur Spaß machen.

Das Singspiel "Empompie" hat den EWAKA Kids sehr viel Spaß gemacht. Erklären musste ich es aber mit vollem Körpereinsatz, da die Straßenkinder ja kein Englisch verstehen.

Das Singspiel „Empompie“ hat den EWAKA Kids sehr viel Spaß gemacht. Erklären musste ich es aber mit vollem Körpereinsatz, da die Straßenkinder ja kein Englisch verstehen.

Sonnige Grüße an das kälter werdende Deutschland!

Eure Veronika

EWAKA Foundation

Heute will ich euch mal etwas mehr über die EWAKA Foundation berichten. Sie wurde von Jonas (Erinnert ihr euch an den letzten Blogeintrag? Genau. Der Ugander mit den vielen Jobs.) und Eva, einer ehemaligen Freiwilligen des ASC Göttingen gegründet. Um aber die Entstehungsgeschichte zu erzählen muss ich ein bisschen weiter ausholen:

Jonas Eltern sind schon früh gestorben, weshalb er bei seinem Onkel in Kampala wohnte, um dort zur Schule zu gehen. Dies war ihm aber nur möglich, weil er durch eine bestimmte Regelung keine Schulgebühren bezahlen musste. Mit 14 Jahren wurde er durch sein großes Talent von einer Dance-Company entdeckt und tourte mit ihr durch Ostafrika. Durch eben diese Tanzkünste bekam er immer mehr Stipendien, wodurch er in England und New York studieren konnte. Ein anderer Mensch wäre jetzt vielleicht abgehoben und hätte sich in seinem Ruhm gesonnt. Nicht aber Jonas, der während der Zeit in England drei Stunden pro Nacht geschlafen hat, um durch seine zusätzliche Arbeit die Schulgebühren seiner Geschwister zu bezahlen. Er wollte auch seine Begeisterung für das Tanzen weitergeben. So machte er eine Weile lang sogenannte „Dance-Outreaches“. „Outreach“ heißt normalerweise, dass man zu den Straßenkindern geht und mit ihnen über ihre Situation und Vergangenheit spricht, ein wenig Essen mitbringt und versucht einen Weg zu finden, wie sie in die Schule gehen können. Jonas hat das mit dem Tanzen verknüpft. Er hat sich also mit Straßenkindern getroffen, mit ihnen getanzt und danach über ihr Leben und ihre Talente geredet. Er hat aber gemerkt, dass ihm das zu wenig ist, weil die Kinder danach wieder in ihren Alltag zurückkehren und trotzdem ohne Dach über dem Kopf schlafen müssen. Deshalb hat er eine Ruine in Kampala etwas restauriert. Dort haben dann auch 36 Straßenkinder gelebt, bis die Regierung beschlossen hat dieses Haus abzureißen.

Eva war in ihrem Freiwilligenjahr in Kampala und hat sich dort in einem Fitness Studio mit einer Putzfrau angefreundet. Diese heißt Esther. Ihre Lebensgeschichte ist auch sehr bewegend. Sie wuchs in einem Dorf im Osten Ugandas auf. Mit 18 Jahren heiratete sie und bekam sogleich das erste von fünf Kindern. Ihr Mann hatte aber bald schon andere Geliebte und schlug Esther manchmal bis zur Bewusstlosigkeit. Der einzige Ausweg war für sie nach Kampala in die große Stadt zu gehen, dort bei ihrem Cousin zu leben und einen Job zu finden. Im Fitness Studio arbeitete sie von 6 Uhr morgens bis abends um 10. Als Eva sie traf war ihr größter Wunsch ihre Kinder vom Dorf zu sich zu holen.

Jonas und Eva schlossen sich zusammen und gründeten die EWAKA Foundation (das bedeutet „Zuhause leben“). Sie mieteten ein Haus in einem Slum in Kyebando, Kampala. Schon bald kamen Ronald und Tracy, sowie der kleine Ashiraf zu der Familie hinzu. Ihre Mütter konnten das nötige Schulgeld nicht mehr aufbringen und sich auch nicht mehr um ihre Kinder kümmern. Durch Schulprogramme mit Jonas Dance-Company „Keiga“ in Deutschland und ein paar Sponsoren können die Schulgebühren der EWAKA Kinder und das tägliche Leben (Essen, Wasser etc.) finanziert werden. Die Kinder der Umgebung profitieren aber auch von dieser Organisation. Ich habe ja schon geschrieben, dass im Hof immer ca 30 Kinder herumspringen. Sie dürfen mit den Bällen Fußball und auch mal eine Runde „Memory“ mitspielen. Die Spielsachen sind alles Spenden von Eva und ihren Unterstützern und so etwas wie ein Highlight in dieser Gegend. Viele der Kinder von außerhalb können aber kein Englisch sprechen, weil die Familien sich das Schulgeld nicht leisten können. Deshalb will die EWAKA Foundation mehr Platz für diese Kinder schaffen.

Sie steht jetzt aber vor dem nächsten Problem. Das Haus befindet sich direkt neben einer Hauptverbindungsstraße von Entebbe über Kampala nach Jinja. Sie ist einspurig, wodurch zur „traffic time“ die Autos in einer Schlange stehen, ohne einen Zentimeter weiterzukommen. Manche Ugander stehen echt am Tag manchmal 2-3 Stunden im Stau. Dies will die Regierung jetzt ändern und die Straße ausbauen. Das bedeutet für das die EWAKA Family, dass ihr Haus innerhalb der nächsten 3 Monate abgerissen wird, sie also ihr erstes Zuhause wieder verlieren werden. Jonas und Esther schauen deshalb gefühlt jeden Tag die verschiedensten Häuser der Gegend an. Wenn die EWAKA Foundation aber umzieht, verlieren die Kinder der Umgebung einen schönen Spielplatz und auch die Möglichkeit durch den Kontakt mit uns ein wenig Englisch zu lernen.
Deshalb ist das große Ziel ein Haus in Jinja (außerhalb von Kampala) zu bauen, um genügend Platz für alle zu finden. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg.

Julians und meine Aufgabe ist es dieses Jahr, Sponsoren und Patenschaften für die EWAKA Family zu finden. Wir sollen die website aktualisieren und auch durch facebook Öffentlichkeitsarbeit leisten. Ich gebe euch dann Bescheid, wenn ihr auf diesen Seiten vorbeischauen könnt. Wir müssen uns da jetzt erstmal reinarbeiten. Das heißt aber nicht, dass das nächste Jahr nur aus Büro-Arbeit besteht. Wir sollten natürlich auch den Kontakt zu unseren Kindern halten. Diese sind immer bis um 5 Uhr in der Schule, weshalb wir jeden Tag von 4-6 Uhr dorthin gehen und mit den Kindern spielen. Am Wochenende planen wir dann größere Aktionen, wenn alle Kinder dabei sein können. Hier besteht auch die Verknüpfung zur „Northern Bypass School“, an der wir unterrichten, denn die EWAKA-Kids gehen dort hin.

Ich bin auf jeden Fall motiviert in dieser NGO mitarbeiten zu können. Ich glaube in der nächsten Zeit wird es einige Veränderungen geben. Mal sehen, was da auf mich zukommt!

Detailliertere Informationen über die EWAKA Foundation folgen dann bald auf facebook oder der website!

Viele sonnige Grüße aus Uganda!

Das Haus in Kyebando.

Das Haus in Kyebando.

Ronald (links) und Esther (rechts)

Ronald (links) und Esther (rechts)

Die Kinder vor dem EWAKA Eingangstor.

Die Kinder vor dem EWAKA Eingangstor.

Ohne Worte..

Ohne Worte..

This is Afrika!

Erstmal möchte ich mich herzlich bei allen Spendern und Unterstützern bedanken. DANKE, dass ihr mir dieses Jahr ermöglicht habt. Ich habe hier schon so viel erlebt. Seien es die schönen, lustigen oder die bedrückenden, traurigen Momente, ich weiß jetzt schon, dass ich das nie vergessen werde. Mit eurer Hilfe hab ich sehr viel Geld sammeln können. Das versuche ich auch sinnvoll einzusetzen. Jetzt werde ich mir zuerst alles anschauen und dann entscheiden, wo ich es am Sinnvollsten einsetzen kann.

Es ist einfach schon wieder so viel passiert! Da wir hier aber in Afrika sind, geschieht das meiste anders als erwartet. Da gibt es zum Beispiel den Ausdruck T.I.A, was bedeutet „This is Afrika“. Damit ist die „African Time“ gemeint, von der ich letztes Mal schon berichtet habe. Ein Beispiel: Jonas, unser Mentor hier, hat uns am Freitagabend zum Essen eingeladen. Er meinte, dass wir um 6 bei ihm daheim sein sollen. Für deutsche Zeit waren wir schon sehr spät dran. Doch Jonas war in seinem Haus nicht aufzufinden. Letztendlich kam er dann um 8 und hat gemütlich angefangen uns ein super leckeres Mal zu bereiten.

Jonas ist eh ein besonderer Mensch. Er hat nicht wie ein durchschnittlicher deutscher Bürger einen Job, in dem er versucht die Karriereleiter hochzuklettern. Nein, er ist professioneller Tänzer (ihm gehört eine Dance-Company, die auch schon viele Auftritte in Europa hatte), der Boss der Ewaka-Foundation (zusammen mit Eva natürlich), Besitzer des „Ewaka-Guesthouse“, einem Backpacker Hostel, in dem wir zu Beginn hier gelebt haben und wahrscheinlich macht er noch viele andere kleine Dinge, in die wir noch keinen Einblick hatten. Er hat uns versprochen, dass jeder von uns mal einen Tag mit ihm verbringen darf und wir so sehen, wie sich sein Leben gestaltet. Darauf bin ich schon richtig gespannt!

Jonas war auch der, der sich viel um die afrikanische Familie gekümmert, die bei uns wohnt. Das sind Cathy (die Mama), Brenda (ca 19), Faith (ca 16), Emanuel (ca 14), die zwei Zwillinge Eugina und Genevive (beide 8), Hope (7) und der kleine Sawon (ca 3) zusammen. Zudem kommt noch eine Haushaltshilfe namens Stella. Die Kinder sind morgens schon immer sehr aktiv. So kann es sein, dass man am Wochenende schon um 7 Uhr morgens von einem auf-und-ab-hüpfenden Ball geweckt wird. Am Montag kam es dann zum bisherigen Höhepunkt, als Emanuel beim Fußballspielen im Hof unser Fenster eingeschossen hat.
Da wir Deutschen viele Sachen, die auf dem Markt verkauft werden gar nicht kennen, hat Cathy uns vorgeschlagen, dass sie immer mal wieder mit uns zusammen kocht. Am Samstag sind wir also mit ihr auf den Markt gegangen. Das war ein Erlebnis für sich. Es gab so viele Stände mit Obst und Gemüse, dazu konnte man lebende Hühner und Ziegen kaufen. Als dann eine riesige Kuh an uns vorbeigestapft ist und kein Besitzer weit und breit zu sehen war, kamen wir aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.

Zurück in der WG haben wir ohne Schneidebretter (das heißt in-der-Luft-versuchen-sich-nicht-in-die-Finger-zu-schneiden) das Essen zubereitet. Es gab Casawa (eine Wurzel, die nach Kartoffeln schmeckt) mit Gemüse und einer zimtigen Soße. Das war sehr lecker und hat auch richtig satt gemacht. Hier essen alle aber immer eine riesen Portion. Das ist mir schon in Ewaka aufgefallen. Da isst sogar der kleine vierjährige Franco das doppelte von meiner Portion!

In Ewaka verstehen wir uns mit den Kids immer besser. Die Foundation besteht aus 8 Kindern und ihrer Mama, namens Esther. Die Kinder heißen Ronald (17), Daniel (14), Margareth (11), Tracy (12), Anne (9), Elizabeth (7), Franco (5) und Ashiraf (5). Wenn wir sie besuchen kommen, laufen wir durch den Slum. Die Kinder der umliegenden Hütten sehen uns und rennen hinterher, weil sie wissen, dass sie jetzt in dem großen geteerten Hof der Ewaka Foundation spielen können. Gibt es aber Mittagessen, müssen alle anderen Kinder wieder heimgehen. Esther hat mich auch schon motiviert ihr beim Kochen zu helfen. Sie hat keinen Gasherd, sondern kocht auf einem Behälter, in dem die Kohle glüht. Vor dem leckeren Essen, das auf dem Boden eingenommen wird, beten alle. Sobald alle ihren Teller leer gegessen haben, werden wieder Lieder über Jesus und Gott gesungen, die sehr viel Pep und Rhythmus haben. Es macht richtig Spaß zuzuhören. Wenn nach Esthers Meinung genug gesungen wurde, darf jedes Kind einmal laut beten. Das hat mich sehr berührt. Jeder einzelne bedankt sich für den wunderbaren Tag und das Essen, dass sie hatten. Es gibt ja immer noch Menschen, die das nicht haben. Außerdem danken sie uns, dass wir da sind und Zeit für sie haben, sowie Uncle Jonas und Auntie Eva, die das Projekt ja gegründet haben. Zudem kommen alle Sponsoren und Paten aus Deutschland. Ich finde es sehr bemerkenswert, wie gläubig hier die Menschen sind. Wir wohnen ja direkt neben einer Kirche, wo gefühlt 24 Stunden pro Tag was los ist. Sei es Kinderprogramm oder Kirche, man hört meistens die Geräusche oder Lieder bis zu unserem Zimmer.

Northern Bypass Pirmary School

Das ist der Namen der Schule, in der Julian P5 – P7 und ich P1-P4 am Dienstag und am Donnerstag unterrichten werden. Da dieser Schule noch kein Sportplatz zur Verfügung steht (sie kümmmern sich darum), werde ich Mathe und „life skills“ unterrichten. Das Letztere ist ein ziemlich frei angelegtes Fach. Wir dürfen den Kindern erklären, wie man richtig Zähne putzt oder mit Geld umgeht, eben alles was wichtig ist für die Zukunft.
Diesen Dienstag war es dann auch so weit. Wir wurden bei der Assembly (das heißt vor der ganzen Schule) vom Headmaster als die Freunde vorgestellt, die Gott mit einer so schönen Hautfarbe gesegnet hat. Außerdem erklärte er den Kindern, dass wir nur einen Namen haben, im Gegensatz zu den Ugandern hier, die zwei Namen haben. Einen, den lugandischen, geben die Eltern, den anderen christlichen die Kirche. Die Kinder haben alle geklatscht und waren richtig aufgeregt. Der Unterricht läuft hier dann so ab, dass der Lehrer was an die Tafel schreibt und die Kinder das Ergebnis ungefähr drei Mal im Chor wiederholen. Das ist also eine Frage-Antwort-Methode. Danach müssen die Kinder meist für sich eine Aufgabe machen, die der Lehrer mit den Kindern dann korrigiert. Ich hab mit der Mathelehrerin der 4. Klasse ausgemacht, dass ich am Donnerstag meine erste Stunde geben darf. Jetzt bin ich schon richtig aufgeregt! Meinen Unterricht über das Thema Brüche hab ich auf jeden Fall schonmal vorbereitet.

Free time

Am Wochenende waren wir mit Jonas auf einem internationalen Dance Festival im National Theatre von Kampala. Für uns hat es schon am Freitagabend begonnen, da Jonas seine Tänzerfreunde aus dem Kongo und Kenia zu sich nach Hause eingeladen hat. Man können die tanzen he. Da haben wir uns als Weiße so gefühlt wie Roboter die einen Stock im Hintern haben. Es war aber richtig cool mit diesen Leuten in Kontakt zu kommen und ein bis zwei Tanzschritte zu lernen. Am Samstagabend gab es dann einige Vorführungen zum Thema „Urban meets Traditional Dances“. Die Vorführungen am Sonntagabend waren aber mein Highlight. Da gab es so genannte Hip-Hop Dance Battles. Es wurden die verschiedensten Richtungen des Hip Hop entweder in single, double oder group dance als battle ausgetragen. Die Gruppe aus dem Kongo, die wir ja schon kannten, hat die meisten dieser battles gewonnen. Ein phantastischer Abend!

So ich hoffe, dass ich euch einen einigermaßen guten Überblick über meine Erlebnisse der letzten Woche geben konnte. Ich melde mich bald mal wieder!

Viele Grüße und Sula bulungi (Gute Nacht)!

Eine riesen Kuh auf dem Markt

Eine riesen Kuh auf dem Markt

Eine große Auswahl an Früchten und Obst

Eine große Auswahl an Früchten und Obst

Ein sehr belebter Markt

Ein sehr belebter Markt

Phillip, ein Tänzer, den wir auf dem Festival kennengelernt haben. Wir haben unsere Caps vertauscht.

Phillip, ein Tänzer, den wir auf dem Festival kennengelernt haben. Wir haben unsere Caps vertauscht.

Die zwei Jüngsten der Ewaka Foundation. Links Ashiraf und rechts Franco. Hier ist das Peace Zeichen sehr beliebt auf Fotos.

Die zwei Jüngsten der Ewaka Foundation. Links Ashiraf und rechts Franco. Hier ist das Peace Zeichen sehr beliebt auf Fotos.

Julian und ich mit den Ewaka Kindern.

Julian und ich mit den Ewaka Kindern.

Julian (links) und Felix (rechts) beim Gemüse schnippeln. Sie haben ganz unafrikanisch Schneidebretter verwendet.

Julian (links) und Felix (rechts) beim Gemüse schnippeln. Sie haben ganz unafrikanisch Schneidebretter verwendet.

Cathy und Nici mit der Casawa in der Hand.

Cathy und Nici mit der Casawa in der Hand.

Unsere Familie.

Unsere Familie.

Ein Auftritt beim Dance Festival.

Ein Auftritt beim Dance Festival.

Nici und ich mit den Zwillingen, Hope und Sawon.

Nici und ich mit den Zwillingen, Hope und Sawon.

„Welcome to Uganda“

Nach vielen langen Abschieden gings am 18. August endlich los, erst mit dem Zug nach Frankfurt und von dort aus nach Doha. Die „Schlaf“Lounge konnte zwar nicht ihren Namen ganz erfüllen, am nächsten Morgen ging es deshalb nicht ganz ausgeschlafen mit dem Flieger weiter nach Entebbe. Im Flugzeug dabei waren die Tansania-Freiwilligen (Timon, Fabi, Phillip, Lisa und Luzie) und die Uganda-Freiwilligen Felix, Nicole und ich. Nicht dabei war Julian, der durch die „Zuverlässigkeit“ der Deutschen-Bahn nochmal eine Nacht in Frankfurt verbringen durfte und nach einer 60-Stunden-Reise erst am Donnerstag zu uns gestoßen ist. Angekommen in „The Pearl of Africa“ (bekanntes Synonym für Uganda) wurden wir von Eva und Jonas begrüßt. Die Beiden haben das Projekt „Ewaka“ gegründet. Eva ist eine ehemalige Freiwillige des ASC Göttingen und Jonas ist ein Ugander, der eine Dance-Academy gegründet hat und damit durch Europa tourt. Dadurch wird auch ein Teil von Ewaka finanziert. Aber dazu später mehr!

Es ist wirklich schwer, das was ich bisher erlebt hab in Worte zu fassen. Ich versuch das einfach mal in Untereinheiten aufzugliedern und jedes Mal ein bisschen mehr dazu zu schreiben. Wenn ihr was nicht versteht oder ich das nochmal genauer erklären soll, dann kommentiert einfach den Beitrag. Übrigens könnt ihr mir auch folgen. Irgendwo ist hier ein Pluszeichen und wenn ihr da drauf geht könnt ihr eure Mail-Adresse angeben und bekommt so immer eine Benachrichtigung, wenns Neuigkeiten gibt!

Kampala, Land und Leute

Wenn man durch die Straßen von Kampala (übrigens Hauptstadt von Uganda) fährt, fällt einem zuerst einmal auf, dass es keine Straßenschilder oder Ampeln gibt. Außerdem gibt es auch keine Regel wie rechts vor links. Die Autos oder Motorräder verständigen sich durch hupen oder den Satz „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“. Als Fortbewegungsmittel benutzen wir Freiwilligen die Boda-Bodas, Motorradtaxis, deren Besitzer an jeder Straßenecke auf Kundschaft warten. Wenn man hinten auf so einem Gefährt sitzt, erlebt man den Verkehr nochmal von einer ganz anderen Seite. Da kann es schonmal sein, dass man denkt: „Huch, das war jetzt aber knapp!“
Von jeder geteerten Straße führt eine rote staubige Straße in die Wohnviertel. Jede Familie bietet dort vor ihrer Hütte Früchte, Obst oder „local food“, wie Chapati (eine Art Fladen), Rolex (Maisbreifladen mit Kraut und Tomaten), Samosa (Teigtaschen mit Fleisch gefüllt) und noch vieles mehr an. Überall laufen Hühner und Ziegen rum. Hier kann man also davon ausgehen, dass alles BIO ist! 😉 Insgesamt sind auf der Straße viel mehr Leute als in Deutschland zu sehen. Das vermittelt den Eindruck von einer sehr lebendigen Stadt. Wenn wir Weißen durch solche Viertel laufen, dann schreien die Kinder erfreut: „Muzunguuuu!“, was „Weißer“ bedeutet. Das ist aber nicht im negativen Sinn gemeint. Sie lachen einfach und winken!

Unsere WG…

…liegt im Stadtteil Kyebando. Wir teilen uns das Haus mit einer afrikanischen Familie, die sehr nett ist. Außerdem haben wir zwei Hunde. Nici und ich teilen uns ein sehr großes Zimmer und ein Bad. Ich war ehrlich positiv überrascht in was für einer guten Verfassung dort alles ist. Am ersten Abend haben wir schon eine Maus, eine Kakerlake und zwei Geckos in unserem Zimmer gehabt. Da meinte Nici nur: „Wir haben hier ja einen richtigen Zoo!“ Die Jungs wohnen gegenüber von uns, wo auch unsere Küche mit Gasherd liegt. Ich bin schon gespannt, wie es wird in einer WG zu leben! Ich freu mich auf jeden Fall drauf.

Meine Arbeit

Geplant ist, dass Julian und ich vormittags in 2 Schulen Sportunterricht und „life skills“ unterrichten und nachmittags in die Ewaka-Foundation gehen. Dort haben wir auch schon die Kinder besucht, die uns freudig mit einem Klatschlied begrüßt haben. Sie nennen mich jetzt auch schon „Auntie Veronika“. Sie hatten so Spaß mit uns „Faules Ei“ oder viele andere kleine Spiele zu spielen. Wenn sie herumspringen oder deine Hand halten, da geht einem richtig das Herz auf. Die Ewaka Foundation stell ich aber nochmal in einem anderen Eintrag näher vor!
Da gerade noch Ferien sind, waren wir nur einmal in einer Schule, um uns vorzustellen und uns alles anzuschauen. Hier kann ich gleich mal hinzufügen, dass wir Deutschen uns ersteinmal an die „African Time“ gewöhnen müssen. Hier geht alles langsamer, aber trotzdem funktionierts.

So jetzt hab ich mal alles grob zusammengefasst. Ich hoffe, ich komm bald wieder dazu euch ein bisschen mehr zu berichten und auch zu fotografieren. Bisher hab ich da leider noch nicht so viele machen können. Insgesamt kann ich aber sagen, dass es mir hier sehr gefällt und ich mich auf nächste Woche freue, wenn meine Arbeit richtig anfängt.

Viele liebe Grüße,

eure Veronika

P.S. Schaut doch mal auf den Blogs von meinen Mitfreiwilligen vorbei!

bluethunderinuganda.tumblr.com (Felix Grohmann)

niciinuganda.wordpress.com (Nicole Zweigler)

Julian schreibt leider keinen blog!

Faules Ei spielen mit den Kindern in Ewaka

Faules Ei spielen mit den Kindern in Ewaka

Esther - die Mama der Ewaka foundation beim Zubereiten des Abendessens

Esther – die Mama der Ewaka foundation beim Zubereiten des Abendessens

Der Ausblick vom Slum auf Hochhäuser (im Virdergrund ein Boda Boda Fahrer) Das ist auf dem Weg von unserem Haus zur Ewaka Foundation

Der Ausblick vom Slum auf Hochhäuser (im Virdergrund ein Boda Boda Fahrer)
Das ist auf dem Weg von unserem Haus zur Ewaka Foundation

Nici und Felix auf einem Boda Boda

Nici und Felix auf einem Boda Boda

Die kleinen Läden an einer ausnahmsweise geteerten Straße

Die kleinen Läden an einer ausnahmsweise geteerten Straße

Unser Haus

Unser Haus

Mein Zimmer

Mein Zimmer

Bei der Einreise

Bei der Einreise

Übernachtung auf dem Flughafen

Übernachtung auf dem Flughafen

Die Kinder rechts von mir waren richtig fasziniert von meiner weißen Haut und den blonden Haaren. Sie haben sogar die winzigen Leberflecke auf meinem Arm gezählt.

Die Kinder rechts von mir waren richtig fasziniert von meiner weißen Haut und den blonden Haaren. Sie haben sogar die winzigen Leberflecke auf meinem Arm gezählt.

Die Vorfreude steigt…

Nach dem Auswahlwochenende im Januar und dem 1. Seminar im Februar, bei dem es um Organisatorisches und Allgemeines ging, starte ich hier meinen Blog. Die Vorbereitungen auf mein „weltwärts“-Jahr in Uganda laufen auf Hochtouren. Ein paar Impfungen hab ich schon hinter mir, aber es werden noch weitere folgen! Außerdem fängt jetzt der Spendenmarathon an. Da ich ja 1500 Euro einsammeln muss, verteile ich meine Flyer in der Schule, beim Handball und so weiter… Und ich freue mich wirklich jedes Mal, wenn mich Leute ansprechen und mich über mein Jahr ausfragen. Ein großes Dankeschön auch schon an die Menschen, die für mich gespendet haben! Für die, die es noch nicht wissen: Mein Auslandsjahr wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zu 3/4 gesponsort. Für den Rest muss ich mit Spendengeldern aufkommen. Deshalb bin ich für jeden Cent dankbar.

Das Geld ist für mich aber nicht das Wichtigste! Jeden Tag lese ich verschiedene Bücher und recherchiere im Internet, um meine Neugier auf das Land Uganda zu befriedigen. Mit jedem neuen Tag wächst meine Vorfreude!